Verteilung von Lebensmitteln : Tafeln wünschen sich staatliche Hilfen

Rund 264.000 Tonnen Lebensmittelspenden werden für die Tafeln von 60.000 Ehrenamtlichen gesammelt.
Rund 264.000 Tonnen Lebensmittelspenden werden für die Tafeln von 60.000 Ehrenamtlichen gesammelt.

Es wird Geld für hauptamtliche Mitarbeiter benötigt. Außerdem fehlen Fahrzeuge und Logistiklager.

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06. November 2019, 10:56 Uhr

Berlin | Die Tafeln wünschen sich staatliche Unterstützung für die Annahme und Verteilung von gespendeten Lebensmitteln. "Vor allem große Mengen von Produzenten müssen wir mitunter ablehnen, weil unsere Infrastruktur dem nicht gewachsen ist", sagte der Vorsitzende des Vereins Die Tafel Deutschland, Jochen Brühl, den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Mittwoch.

Geld für Mitarbeiter fehlt

Bevor über ein Gesetz diskutiert werde, das Lebensmittelhändler – wie in Frankreich – zum Spenden ihrer Überschüsse verpflichtet, sei deshalb finanzielle Unterstützung vom Staat für die Rettung und Verteilung von Lebensmitteln nötig, sagte Brühl. "Die Bundesregierung nennt die Tafeln zu Recht einen wichtigen Akteur bei der Strategie der Halbierung der Lebensmittelverschwendung." Eine Ehrenamtsorganisation dürfe mit dieser Aufgabe nicht allein gelassen werden.

Konkret forderte Brühl finanzielle Mittel, um davon hauptamtliche Mitarbeiter zu bezahlen, die große Spenden koordinieren und an die Landesverbände verteilen sollen. Auf Landesebene würden außerdem Logistiklager und Fahrzeuge benötigt, um große Mengen annehmen und weitergeben zu können.

In dem Dachverband sind mehr als 940 Tafeln in Deutschland zusammengeschlossen. Laut Brühl sammeln 60.000 Ehrenamtliche jährlich 264.000 Tonnen Lebensmittelspenden.

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