Einstufung bei Hauptuntersuchung : TÜV Nord: Bruchteil der Autos fällt unter neue Mängelkategorie

TÜV-Prüfer müssen nun zwischen fünf Kategorien bei der HU-Prüfung wählen. Foto: Oliver Berg/dpa
TÜV-Prüfer müssen nun zwischen fünf Kategorien bei der HU-Prüfung wählen. Foto: Oliver Berg/dpa

Seit Mai gibt es eine fünfte Mangeleinstufung, in die kaum einer der überprüften Wagen fällt, meldet der TÜV Nord.

svz.de von
11. Oktober 2018, 11:39 Uhr

Hannover | Seit gut vier Monaten wird bei Hauptuntersuchungen für Fahrzeuge in Deutschland eine neue Kategorie angewandt: Die Vorstufe zu Stilllegung des Wagens wegen massiven Defekten wird als "Gefährliche Mängel (VM)" bezeichnet. Die Änderung geht auf eine EU-Richtlinie zurück.

Damit ergibt sich folgende Einstufung:

  1. Ohne Mangel (OM)
  2. Geringe Mängel (GM)
  3. Erhebliche Mängel (EM)
  4. Gefährliche Mängel (VM)
  5. Verkehrsunsicher (VU)

Seit Ende Mai fielen laut TÜV Nord 0,37 Prozent der geprüften Wagen in die neue Kategorie "Gefährliche Mängel". 0,11 Prozent waren "Verkehrsunsicher", 22,01 Prozent fielen unter "Erhebliche Mängel".

"VM ist ein erheblicher Mangel, der eine direkte und unmittelbare Verkehrsgefährdung darstellt oder die Umwelt erheblich beeinträchtigt; zum Beispiel, wenn an einem Fahrzeug alle Bremslichter ausgefallen sind", erklärt der TÜV Nord in einer Mitteilung. Wird der Wagen dieser Kategorie zugeordnet, erhält er keine Prüfplakette. Er darf nur noch zur Werkstatt gefahren werden, wo die Mängel innerhalb eines Monats behoben werden müssen. In dem Zeitraum muss der Wagen zur Nachprüfung zum TÜV.

Im Vergleich zur neuen Kategorie wird bei der Mangeleinstuftung "Verkehrsunsicher" das Fahrzeug sofort stillgelegt und die örtliche Zulassungsstelle benachrichtigt. Dies ist bei der Vorstufe VM nicht der Fall.

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TÜV Nord AG

Die TÜV Nord AG mit Sitz in Hannover hat Tochtergesellschaften in mehr als 70 Ländern und sieht sich als Dienstleister für Technologie und Sicherheit. Als technische Prüforganisation agiert sie in den Geschäftsbereichen Industrie-Service, Mobilität, Bildung, Rohstoffe, IT sowie Raumfahrt.

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