Botschaft seiner DSDS-Kollegen : Suche eingestellt: Küblböcks Familie hofft auf "großes Wunder"

Daniel Küblböck ist auf einer Kreuzfahrt offenbar über Bord gegangen. Foto: imago/Sven Simon
Daniel Küblböck ist auf einer Kreuzfahrt offenbar über Bord gegangen. Foto: imago/Sven Simon

Ex-TV-Star Daniel Küblböck gilt weiter als vermisst. Seine Familie hofft auf ein Wunder.

svz.de von
11. September 2018, 13:46 Uhr

Hamburg | Nach dem Sprung des Sängers Daniel Küblböck von einem Kreuzfahrtschiff vor der kanadischen Küste bleibt den Angehörigen wohl nur noch die Hoffnung. "Wir denken mit all unserer Kraft und Liebe an Daniel und hoffen auf ein großes Wunder", heißt es in einer am Montag auf der Internetseite des Sängers veröffentlichten Erklärung von der Familie, Angehörigen und Freunden.

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"Uns hat die Nachricht erreicht, das Daniel von Bord ins Wasser gestürzt ist", heißt es in der Erklärung. Die kanadische Polizei ermittele seit Montag auf dem Kreuzfahrtschiff "Aidaluna" in Halifax, um sich ein genaues Bild von den Ereignissen zu machen.

Unterdessen haben sich sieben Wegbegleiter Küblböcks mit einer emotionalen Botschaft zu Wort gemeldet. "Mit großer Bestürzung hat jeder einzelne von uns die traurigen Nachrichten der vergangenen Tage über Dich verfolgt!", schreiben Küblböcks Mitstreiter aus der ersten Staffel von "Deutschland sucht den Superstar" in einem Brief, der der dpa vorliegt. "Es tut uns unendlich leid, auf diese Weise zu erfahren, welche grausame Traurigkeit Dich die letzten Monate umgeben haben muss."

Weiter heißt es: "Was wir sehen und kennenlernen durften, war ein Mensch mit unglaublich vielen Facetten, einem riesigen unvoreingenommenem Herzen aber auch einer sehr zerbrechlichen Seele!" Unterschrieben ist das gemeinsame Statement von den sieben "DSDS"-Teilnehmern Juliette Schoppmann, Stephanie Bauckmayer, Andrea Josten, Daniel Lopes, Vanessa Struhler, Nektarios Bamiatzis und Gracia Baur. In der ersten "DSDS"-Ausgabe hatte Küblböck 2003 den dritten Platz belegt.

Von Bord gesprungen

Der Sänger und Schauspieler war nach Angaben der Reederei der "Aidaluna", Aida Cruises, am frühen Sonntagmorgen vor der Küste von Neufundland von Bord des Schiffes gesprungen. Die kanadische Küstenwache leitete eine großangelegte Suchaktion ein, an der neben der "Aidaluna" zunächst noch ein weiteres Kreuzfahrtschiff beteiligt war. Am Montag erklärte ein Sprecher der Küstenwache, die Suche sei "angesichts der geringen Überlebensdauer bei den dort in dieser Jahreszeit herrschenden Wassertemperaturen" eingestellt worden. Wie die Angehörigen auf Küblböcks Internetseite mitteilten, wurden Schiffe in dem Gebiet aber informiert, weiterhin Ausschau zu halten.

Die "DSDS"-Mitstreiter schreiben auch über die beiden Gesichter des Daniel Küblböck: "Manche Menschen, die Dich nicht kannten und vor allem nicht 'erkannten', empfanden Dich möglicherweise als Clown. Jedoch Auch Clowns weinen! Und die sehr guten Clowns besitzen die Fähigkeit, ihre Tränen vor den Menschen zu verbergen, denen sie sie nicht zeigen wollen!»"

Trotzdem habe Küblböck es geschafft, alle mit seiner positiven Energie anzustecken. "Wo immer Dich Deine Reise auch hinführt: Du wirst in unseren Herzen weiter leben! Danke, dass wir einen Teil Deines Weges mit Dir gehen durften!"

Kritik an Dieter Bohlen

Dieter Bohlen hat sich ebenfalls zum Verschwinden Küblböcks geäußert und dafür reichlich Kritik einstecken müssen. Bohlen gelang das Missgeschick, seine Betroffenheit bei Instagram in einem Pullover mit dem Aufdruck "Be one with the ocean“ einzusprechen: "Sei eins mit dem Ozean“. Nicht nur das sorgt im Netz für Kritik (zu der Bohlen später bei Instagram Stellung nimmt und sich entschuldigt).

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Bitte holen Sie sich rechtzeitig Hilfe, wenn Sie Selbstmordgedanken plagen, und kontaktieren Sie die Telefonseelsorge. Dort wird Ihnen kostenlose Hilfe angeboten. Hier geht es zu der Homepage der Telefonseelsorge (http://www.telefonseelsorge.de). Unter der Telefonnummer 0800-1110111 oder 0800-1110222 können Sie dort auch kostenlos anrufen. Auf der Webseite von [U25] können sich Jugendliche jederzeit anonym beraten lassen. Eine Übersicht über weitere Beratungsstellen gibt es auf der Homepage der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention.

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