Freizügige Corona-Maßnahmen in Schweden : Darum müssen Restaurants in Stockholm jetzt doch schließen

Geöffnete Restaurants in Stockholm.
Geöffnete Restaurants in Stockholm.

In Schweden gelten im Vergleich zu anderen Ländern noch deutlich freizügigere Maßnahmen in der Corona-Krise.

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27. April 2020, 10:24 Uhr

Stockholm | Wegen Verstoßes gegen die Abstandsregeln gegen die Ausbreitung des Coronavirus sind in Stockholm fünf erste Restaurants geschlossen worden. Trotz vorheriger Inspektionen und der Möglichkeit zur Korrektur hätten die Betreiber der Lokale die Vorschriften und Empfehlungen der schwedischen Gesundheitsbehörde zum Kampf gegen die Corona-Verbreitung nicht erfüllt, teilte die Region Stockholm am Sonntagabend mit.

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Die Schließungen hätten vor allem mit dem Gedränge sowohl im Lokal als auch davor zu tun. Die Lage im Gesundheitswesen sei extrem angespannt, weshalb die Ausbreitung des Coronavirus abgebremst werden müsse. Vor wenigen Tagen hatten die Stadt Stockholm und Schwedens Innenminister Mikael Damberg Restaurants und Cafés bereits mit der Schließung gedroht, wenn sie nicht für ausreichend Abstand zwischen den Kunden sorgten.

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Zuvor hatte es immer wieder Berichte über dichtes Gedränge in schwedischen Lokalen gegeben, vor allem in der Hauptstadt Stockholm. Die fünf geschlossenen Restaurants haben nun die Möglichkeit, die Mängel zu beheben und um eine erneute Inspektion zu bitten – oder rechtlich gegen den Beschluss vorzugehen.

 Außer Restaurant haben in Stockholm auch Food-Trucks weiterhin geöffnet.
imago images/Jessica Gow/TT
Außer Restaurant haben in Stockholm auch Food-Trucks weiterhin geöffnet.

In Schweden gelten im Vergleich zu anderen Ländern wie Deutschland zwar deutlich freizügigere Maßnahmen in der Corona-Krise, weshalb unter anderem Kneipen, Restaurants und Cafés weiter geöffnet sein dürfen. Behörden und Regierung hatten die Lokale aber dringend darauf hingewiesen, dass sie ausreichend Abstand zwischen ihren Gästen gewährleisten und diese nur am Tisch bedienen sollten.

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