Bereits zehn Tote in dieser Saison : Zwei weitere Bergsteiger am Mount Everest ums Leben gekommen

Es war mal ein einsamer Ort, nun bildet sich immer häufiger Stau auf dem Mount Everest.
Es war mal ein einsamer Ort, nun bildet sich immer häufiger Stau auf dem Mount Everest.

Nach Stau auf dem höchsten Berg der Welt sind erneut zwei Menschen ums Leben gekommen. Die Kritik an Nepal wird lauter.

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25. Mai 2019, 11:52 Uhr

Kathmandu | Auf dem Mount Everest sind erneut zwei Bergsteiger ums Leben gekommen. Ein Brite und ein Ire seien auf dem höchsten Berg der Welt gestorben, teilten die Organisatoren ihrer Touren am Samstag mit. Erst am Freitag waren ein Österreicher und zwei Inder gestorben. Damit verloren in dieser Saison bereits zehn Menschen auf dem Everest ihr Leben. Vergangenes Jahr hatte es während der gesamten Klettersaison fünf Todesopfer gegeben.

Der Touren-Veranstalter Everest Parivar Expedition teilte mit, ein 44-jähriger britischer Bergsteiger habe am Samstagmorgen zwar den Gipfel des 8848 Meter hohen Berges erreicht, sei dann aber nach nur 150 Metern beim Abstieg zusammengebrochen und gestorben.

Stau in der Todeszone

Der Ire starb nach Angaben seines Tour-Veranstalters bereits am Freitag auf der tibetischen Seite des Berges. Der 56-Jährige war demnach auf dem Weg zum Gipfel umgekehrt, aber dann am North-Col-Pass auf 7000 Metern Höhe in seinem Zelt gestorben.

Beobachter sagten, manche der Todesfälle könnten damit zusammenhängen, dass zu viele Bergsteiger auf einmal versuchten, den Mount Everest zu erklimmen. Weil immer mehr Bergsteiger das "Dach der Welt" besteigen wollen und Nepal sehr viele Genehmigungen dafür erteilt, kommt es in der sogenannten Todeszone des Everest oberhalb von 8000 Metern zu langen und lebensgefährlichen Staus. Die langen Wartezeiten in der gesundheitlich gefährlichen Höhe verkraften viele der Bergsteiger nicht.

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GESMAN TAMANG

Wegen günstigen Wetters hatte es sich vor allem am Mittwoch am Everest-Gipfel gestaut: Auf Fotos war eine lange Menschenschlange zu sehen, die darauf wartete, die letzten Meter erklimmen zu können.

Für die Genehmigung zum Aufstieg zahlen ausländische Bergsteiger umgerechnet rund 9000 Euro. Der Himalaya-Tourismus ist eine wichtige Einnahmequelle für Nepal. Die Hochsaison bei der Besteigung des Mount Everest dauert von Ende April bis Ende Mai. In dieser Zeit sind die Wetterbedingungen auf dem höchsten Berg der Erde weniger lebensfeindlich.

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