Nach Demos gegen Rassismus : Spahn und Lauterbach üben Kritik an Menschenmassen

Menschen versammeln sich in Berlin zur Silent Demo auf dem Alexanderplatz.
Menschen versammeln sich in Berlin zur Silent Demo auf dem Alexanderplatz.

In ganz Deutschland gingen die Menschen gegen Rassismus auf die Straßen. Abstandsregeln waren dabei zweitrangig.

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07. Juni 2020, 12:45 Uhr

Berlin | Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich nach den jüngsten Demonstrationen gegen Rassismus besorgt gezeigt über dichte Menschenmengen während der Corona-Pandemie. "Der Kampf gegen Rassismus braucht unser gemeinsames Engagement. Jeden Tag", erklärte Spahn am Samstagabend auf Twitter. "Doch dicht gedrängte Menschenmengen mitten in der Pandemie besorgen mich." Auch bei wichtigen Anliegen gelte: "Abstand halten, Alltagsmaske tragen, aufeinander acht geben. Um uns und andere zu schützen."

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Nicht nur Spahn, auch SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach blickte kritisch auf die Massenproteste. "Ich teile den Anlass des Protests voll und ganz. Aber trotzdem sind die Abstände zu klein. Gefahr der Coronapandemie ist nicht gebannt. Es gab auch einige Superspreader-Ereignisse draussen, in Italien und Spanien. Rassismus muss bekämpft werden, aber ohne vermeidbare Coronatote."

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25.000 Demonstranten in München

Zehntausende Menschen in Deutschland hatten am Samstag gegen Rassismus und Polizeigewalt demonstriert. Allein am Berliner Alexanderplatz waren es nach Polizeiangaben rund 15.000 Teilnehmer. In München gingen etwa 25.000 Demonstranten auf die Straße. Auslöser war der Tod des Schwarzen George Floyd in den USA bei einem brutalen Polizeieinsatz Ende Mai.

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