Coronavirus in Italien : "Leichtes Unwohlsein" – Papst Franziskus sagt Termin in Rom ab

Papst Franziskus muss wegen einer leichten Krankheit einen Termin in Rom absagen.
Papst Franziskus muss wegen einer leichten Krankheit einen Termin in Rom absagen.

Derweil schließt der Vatikan wegen der Ausbreitung des Coronavirus in Italien sämtliche Katakomben.

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27. Februar 2020, 13:52 Uhr

Rom | Papst Franziskus hat eine Veranstaltung in Rom wegen einer leichten Krankheit abgesagt. Der 83-Jährige sei am Donnerstag wegen "leichtem Unwohlsein" einem Treffen mit Priestern des Bistums Rom in der Lateranbasilika fern geblieben, sagte Papstsprecher Matteo Bruni. Er bleibe lieber in der Nähe seines Wohnorts im Vatikan. Die anderen Termine würden aber wie geplant stattfinden. Was genau der Pontifex hat, gab der Vatikan nicht bekannt.

Coronavirus in Italien

In Italien gibt es einen größeren Ausbruch des Coronavirus mit mehr als 520 Infizierten – allerdings im Norden des Landes und nicht in Rom. Dort gab es bisher nur drei Fälle, die alle geheilt wurden.

Franziskus ist generell guter Gesundheit, er hat allerdings nur noch einen Lungenflügel und Beschwerden beim Gehen. Am Mittwoch hatte er wie üblich die Generalaudienz und die Feierlichkeiten zum Aschermittwoch gehalten. Dabei wurde beobachtet, wie er mehrmals hustete.

Vatikan schließt Katakomben

Der Vatikan reagiert indes auch auf die Ausbreitung des Coronavirus in Italien und schließt bis auf weiteres sämtliche ihm unterstehende Katakomben. Das bestätigte am Donnerstag Pasquale Iacobone von der Päpstlichen Archäologie-Kommission. Man hoffe aber, sie "in einigen Tagen" wieder öffnen zu können.

In den meist engen und feuchten Katakomben bestehe bei großen Besuchergruppen ein erhöhtes Infektionsrisiko. Man habe sich zu der Maßnahme entschlossen, weil auch Gruppen aus betroffenen Gebieten in Norditalien unter den Besuchern gewesen seien, so Iacobone. Um niemanden zu diskriminieren, blieben die Ausgrabungen nun für alle geschlossen.

Dies gilt für alle Katakomben in und um Rom wie auch für jene in anderen Teilen Italiens, die ebenfalls der Verwaltung des Heiligen Stuhls unterstehen. So gibt es derartige unterirdischen Grabstätten in Latium, Kampanien, Umbrien, in den Abruzzen sowie auf Sizilien und Sardinien.

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