Zeitumstellung 2020 in Deutschland : Sommerzeit 2020: Wann ist die Zeitumstellung auf Sommerzeit?

Zeitumstellung 2020: In der Nacht vom 29. auf den 30. März 2020 werden die Uhren auf Sommerzeit umgestellt. Alles Wissenswerte zur Zeitumstellung auf die Sommerzeit 2020 in Deutschland.
Zeitumstellung 2020: In der Nacht vom 29. auf den 30. März 2020 werden die Uhren auf Sommerzeit umgestellt. Alles Wissenswerte zur Zeitumstellung auf die Sommerzeit 2020 in Deutschland.

Zeitumstellung 2020: Wann müssen die Uhren umgestellt werden? Hier sind die Informationen zur Sommerzeit 2020.

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11. November 2019, 11:32 Uhr

Hamburg | Das EU-Parlament plädiert für eine Abschaffung der Zeitumstellung – allerdings erst im Jahr 2021. Auf diese Position einigten sich die Abgeordneten am Dienstag in Straßburg. Für die tatsächliche Abschaffung müsste allerdings noch ein Kompromiss mit den Mitgliedstaaten erzielt werden.

Umfrage-Teilnehmer wollen ein Ende der Zeitumstellung

Hintergrund ist eine Online-Umfrage: Mehr als 80 Prozent der 4,6 Millionen Teilnehmer plädierten für ein Ende der Zeitumstellung, darunter allein 3 Millionen aus Deutschland.

Nachdem im Oktober 2019 die Uhren auf Winterzeit umgestellt wurden, steht als nächstes die Zeitumstellung auf Sommerzeit 2020 an. Am Sonntag, 29. März 2020, beginnt die Sommerzeit. Bei der Zeitumstellung werden die Uhren um eine Stunde von 2 auf 3 Uhr vorgestellt. Was die Zeitumstellung 2020 auf Sommerzeit bedeutet, erfahren Sie hier.

Weiterlesen: Ohne Zeitumstellung: Wann in ihrer Region die Sonne auf- und untergehen würde


Zeitumstellung 2020: Wann beginnt die Sommerzeit?

Die Zeitumstellung auf Sommerzeit findet in jedem Jahr am letzten Sonntag im März statt. Das bedeutet: Am Sonntag, 29. März 2020, beginnt die Sommerzeit. Die Zeitumstellung wird erneut vielen Menschen zu schaffen machen, denn die Uhr wurde von 2 auf 3 Uhr vorgestellt. Damit fehlt in der Nacht vom 29. auf den 30. März 2020 eine Stunde.

Nach der Zeitumstellung auf die Sommerzeit 2020 bleibt es morgens also wieder eine Stunde länger dunkel, dafür ist es abends eine Stunde länger hell.

Eselsbrücken für die Zeitumstellung

Zu jeder Zeitumstellung gehört im Vorfeld auch immer die Frage, "Wann werden die Uhren umgestellt?" und "Werden die Uhren vor- oder zurückgestellt?". Um immer die passende Antwort parat zu haben gibt es einige Eselsbrücken. Hier eine Auswahl:


Einer Umfrage aus dem Jahr 2014 zufolge leidet jeder Vierte unter der Zeitumstellung – vor allem Berufstätige. 71 Prozent der Befragten gaben damals an, die Zeitumstellung auf Sommerzeit für überflüssig zu halten. Die fehlende Stunde kriegen sie zwar wieder, doch das erfordert Geduld: Erst am Sonntag, 25. Oktober 2020, beginnt die Winterzeit und die Uhren werden zurückgestellt - das entspricht dann wieder der normalen Mitteleuropäischen Zeit.

Sommerzeit 2020: Welchen Grund hat die Zeitumstellung?

Den ersten Versuch, neben der Winterzeit eine Sommerzeit einzuführen, gab es 1916 im Deutschen Kaiserreich. Drei Jahre lang stellte man die Uhren von Ende März bis Ende September eine Stunde vor. In der Weimarer Republik wurde diese Regelung wieder rückgängig gemacht.

1980 wurde die Sommerzeit dann bis heute gültig eingeführt, da es in den Abendstunden länger hell bleibt und somit weniger Strom für Licht verbraucht wird – so zumindest die Theorie. Doch das Ziel der Energieeinsparung erreicht die Zeitumstellung nicht, vielmehr ist das Gegenteil der Fall: Durch die Uhrumstellung steigt der Energieverbrauch, zum Beispiel dadurch, dass morgens mehr geheizt werden muss. (Faktencheck: Stimmen diese Schlafmythen?)

Ihrem eigentlichen Sinn dient die Zeitumstellung also schon lange nicht mehr, sagt auch Robert Hienz, Geschäftsführer des Energiekonzerns Eon: "Zum einen wird der morgens eingesparte Strom abends wieder benötigt. Zum anderen macht die Beleuchtung nur einen kleinen Teil der Stromkosten eines Haushalts aus. Der Großteil entfällt hingegen auf Haushaltsgeräte wie Kühlschrank, Waschmaschine und Backofen – und zwar ganz unabhängig von der Zeitumstellung. Insgesamt wirkt sich daher das persönliche Energieverhalten viel stärker auf den Verbrauch aus. Hier kann also jeder einzelne etwas tun, um Energie zu sparen", sagt er.

Merksätze zur Zeitumstellung 2020: Wie wird die Uhr auf Sommerzeit umgestellt?

Nicht nur die Frage nach dem „Wann“, sondern auch die Frage nach dem "Wie" stellen sich viele Menschen, wenn es um die Zeitumstellung geht. Es gibt einige hilfreiche Merksätze, um sich die Richtung der Zeitumstellung auf die Sommer- und Winterzeit zu merken.

Merksätze zur Zeitumstellung auf Sommerzeit 2020:

  • "Immer zum Sommer hin." Also im Frühjahr eine Stunde vor, im Herbst eine Stunde zurück.
  • "Zeitumstellung funktioniert wie das Thermometer" – im Frühjahr plus, im Winter Minus.
  • "Früher aufstehen im Frühjahr", denn die Uhr wird vorgestellt und die Schlafzeit verringert sich um eine Stunde.
  • "Im Winter gibt es Winterschlaf." Eine Stunde mehr Schlaf, denn die Uhren werden zurückgestellt.
  • "Spring forward, fall back." Im Frühling (spring) den Zeiger eine Stunde vordrehen, im Herbst (fall) eine Stunde zurück.

Zeitumstellung 2020: Sieben Fakten zur Umstellung auf Sommerzeit

Im März ist die Zeitumstellung auf Sommerzeit. Wir haben sieben Fakten zur Uhrumstellung auf die Sommerzeit zusammengetragen:

  • Schlafstörungen: Vor allem Spätaufsteher, die sogenannten Eulen, leiden unmittelbar nach der Zeitumstellung auf Sommerzeit unter Schlafstörungen. Sie orientieren sich einer Studie der Universität München zufolge noch wochenlang an der Winterzeit und können sogar Depressionen entwickeln.
  • Kühe geben weniger Milch: In den ersten Tagen nach der Zeitumstellung auf die Sommerzeit ist es möglich, dass Kühe weniger Milch geben. Wenn die Sommerzeit 2020 am 29. März beginnt, haben die Kühe eine Stunde weniger Zeit, Milch zu produzieren. Einige Bauern gleichen die Verluste durch die Zeitumstellung durch angepasste Melkzeiten vor der Uhrenumstellung auf Sommerzeit jedoch aus.
  • In der Luft gibt es keine Sommerzeit: Die Luftfahrtgesellschaften nutzen für eine einheitliche Koordinierung der weltweiten Flüge nur eine Zeit, die UTC oder Greenwich Mean Time. Dadurch kommt es zu keinen Problemen bei bei Start- und Landezeiten. Auf dem Boden ist das anders. Deshalb müssen Fluggäste nach der Zeitumstellung auf Sommerzeit 2020 trotzdem darauf achten, rechtzeitig am Flughafen zu sein.
  • Auch Bahnreisen unkompliziert: Auch für die Reise auf Schienen ist die Umstellung auf die Sommerzeit vergleichsweise einfach. Nach 1.59 Uhr springt die Uhr direkt auf 3 Uhr. S-Bahnen, die in der fehlenden Stunde fahren würden, fallen unbemerkt aus. Der Aufenthalt von Nachtzügen in Bahnhöfen wird einfach um eine Stunde gekürzt. Falls das nicht möglich ist, erreichen die Züge ihr Ziel am Tag nach der Zeitumstellung eine Stunde später.
  • Nur sehr geringe Mengen Strom gespart: Studien des Büros für Technikfolgenabschätzungen und Systemanalyse zeigen, dass die Stromeinsparung durch die Sommerzeit nur rund 0,2 Prozent beträgt.
  • Nach Zeitumstellung mehr Wildunfälle: Jäger und Naturschutzverbände warnen davor, dass es in der Zeit nach der Umstellung auf Sommerzeit vermehrt zu Wildunfällen kommen kann. Die Zeit des Berufsverkehrs fällt dann wieder mit der aktivsten Zeit der Tiere zusammen. Mehr Tiere kreuzen zu dieser Zeit die Straße. Es gilt also, besonders wachsam zu sein.
  • Auswirkungen für Deutschland vergleichsweise gering: Die Fläche, die für die die Mitteleuropäische Sommerzeit gilt, erstreckt sich über 35 Breitengrade. Deutschland befindet sich nahe des Zentrums dieser Zeit. Die Auswirkungen der Zeitumstellung sind daher relativ gering. Spanien dagegen befindet sich am Rand dieser Zone. Im Hochsommer geht die Sonne dort deshalb erst um etwa 7 Uhr auf.

Zeitumstellung auf Sommerzeit im Jahr 2021

Im Jahr 2021 erfolgt die Umstellung auf die Sommerzeit am Sonntag, 28. März 2021. Dann werden die Uhren um eine Stunde von 2 auf 3 Uhr vorgestellt. Die Sommerzeit gilt dann bis Sonntag, 31 Oktober 2021. Möglicherweise ist es die letzte Zeitumstellung.

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