"MS Artania" : Sieben Corona-Fälle auf deutschem Kreuzfahrtschiff

Das deutsche Kreuzfahrtschiff 'MS Artania' liegt derzeit vor Australien mit sieben an Covid-19 erkrankten Personen an Bord.
Das deutsche Kreuzfahrtschiff "MS Artania" liegt derzeit vor Australien mit sieben an Covid-19 erkrankten Personen an Bord.

Fünf Passagiere und zwei Crewmitglieder sind auf dem deutschen Kreuzfahrtschiff "MS Artania" an Covid-19 erkrankt.

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26. März 2020, 07:39 Uhr

Canberra | An Bord eines vor Australien ankernden deutschen Kreuzfahrtschiffs sind mindestens sieben Menschen am Coronavirus erkrankt. Es handele sich hierbei um fünf Passagiere und zwei Crewmitglieder, teilte der Bonner Reiseveranstalter Phoenix am Mittwochabend mit. Allen an Bord von "MS Artania" gehe es aber gut, keine der infizierten Personen befinde sich in einem gesundheitlich kritischen Zustand. Alle Gäste sollten mit eigens gecharterten Flugzeugen voraussichtlich am Samstag aus Australien ausgeflogen werden. Das Schiff bietet laut Phoenix 510 Besatzungsmitgliedern und 1200 – meist deutschen – Passagieren Platz.

Besatzung bittet um Hilfe

Der Regierungschef des Bundesstaats Westaustralien, Mark McGowan, sagte am Donnerstag, das Schiff solle die australischen Gewässer unverzüglich verlassen. "Sein Heimathafen ist eigentlich in Deutschland." Wenn die sieben Erkrankten zur Behandlung an Land kommen müssten, würden sie in eine Einrichtung beispielsweise der Verteidigungskräfte gebracht. Die australische Regierung und Deutschland könnten dann nach der Behandlung einen Rückflug absprechen.

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Alle Passagiere wurden nach Angaben der Phoenix-Sprecherin gebeten, in ihren Außenkabinen zu bleiben. Dort würden sie von der Crew mit Essen und Getränken versorgt. "Der Kapitän hat alle an Bord von Anfang an über die Situation informiert. Die Gäste haben verständnisvoll reagiert und verhalten sich vernünftig."

Nach Angaben des westaustralischen Gesundheitsministers Roger Cook wurde ein älterer Mann wegen eines lebensbedrohlichen Notfalls der aber nichts mit dem Coronavirus zu tun habe - von Bord des Schiffes in ein Krankenhaus gebracht. Vorsichtshalber werde er im Fiona Stanley Hospital in einem Unterdruckraum behandelt. "Das Schiff bleibt unter der Kontrolle des Kapitäns. Wir sind nur für die medizinische Unterstützung vor Ort, falls diese benötigt wird", sagte Cook.

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