Kuriose Anordnung : "Sexualisierend": Schule verbietet offenbar Leggings für Mädchen

Laut der Schule in Australien lenken Leggings Jungs ab und sexualisieren Schülerinnen.
Laut der Schule in Australien lenken Leggings Jungs ab und sexualisieren Schülerinnen.

Eine australische Schule will Schülerinnen offenbar das Tragen von Leggings verbieten. Der Grund klingt kurios.

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25. November 2019, 16:14 Uhr

Melbourne | Leggings haben den gleichen Effekt wie Bikinis: Sie lenken Jungs ab und sexualisieren Mädchen – So soll eine namentlich nicht genannte Melbourner Schule laut Medienberichten in der vergangenen Woche ein Leggings-Verbot für Schülerinnen begründet haben. Ein entsprechender Post auf dem Schulportal sei zwar mittlerweile wieder gelöscht, die kuriose Anordnung habe allerdings weiterhin Bestand, berichtete unter anderem der Radiosender "3AW".

"Kann ich kurz nachsehen, in welchem ​​Jahrzehnt wir sind?"

Die Meldung schlug in Australien, wo in fast allen staatlichen und privaten Schulen Schuluniformen getragen werden, hohe Wellen. Während zahlreiche junge Menschen sich in den sozialen Netzwerken pikierten, stieß das vermeintliche Vorhaben auch bei Eltern und Schülern auf entsprechende Gegenreaktionen. Tenor: Ein solches Verbot erhalte eine antiquierte Sichtweise auf Geschlechterstereotypen aufrecht.

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"Das ist lächerlich. Kann ich kurz nachsehen, in welchem ​​Jahrzehnt wir sind? Ich dachte, es wäre 2019 und nicht die 1980er Jahre", zitiert die "Daily Mail" die Präsidentin des australischen Elternrats Jenni Rickard. TV-Moderatorin Gretel Killeen bezeichnete das Vorhaben im Frühstücksfernsehen als "lächerlich". Unabhängig von der verheerenden Botschaft, die eine solche Maßnahme an junge Mädchen sende, vermittele sie zudem im öffentlichen Bewusstsein die Vorstellung, Jungs seien "hemmungs- und zügellos."


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