Loch von etwa zehn Metern Durchmesser : Selbst entzündet: Weltkriegsbombe reißt bei Limburg metertiefen Krater

Nach Einschätzung von Kampfmittelexperten war die Bombe vermutlich infolge der Auslösung des chemischen Zünders in mehreren Metern Tiefe explodiert.
Nach Einschätzung von Kampfmittelexperten war die Bombe vermutlich infolge der Auslösung des chemischen Zünders in mehreren Metern Tiefe explodiert.

Die Bombe lag in mindestens vier Metern Tiefe, hatte 250 Kilogramm Gewicht und verfügte über einen chemischen Zünder.

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24. Juni 2019, 13:27 Uhr

Limburg | Eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg hat in Hessen einen großen Krater in ein Feld gerissen. Das Loch sei rund vier Meter tief und habe einen Durchmesser von etwa zehn Metern, sagte ein Sprecher der Polizei am Montag. Die Weltkriegsbombe habe sich auf dem Feld bei Limburg durch einen Langzeitzünder selbst entzündet. Verletzt wurde niemand.

Kampfmittelräumdienst am Unglücksort

Ein lauter Knall hatte Anwohner in der Nacht zum Sonntag aufgeschreckt, wie es hieß. Erst am nächsten Tag sei der große Krater bemerkt worden. Experten des Kampfmittelräumdienstes untersuchten daraufhin den Unglücksort. Bei der Suche nach der Ursache wurden auch Drohnen eingesetzt, wie die "Frankfurter Neue Presse" schreibt.

Nach der Explosion war ein riesiger Krater auf dem Gerstenfeld zu sehen. Foto: dpa/Boris Roessler
Nach der Explosion war ein riesiger Krater auf dem Gerstenfeld zu sehen. Foto: dpa/Boris Roessler

Am Montag lag das Ergebnis vor: Es handele sich "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit", um eine Bombe. Sie lag demnach in mindestens vier Metern Tiefe, hatte 250 Kilogramm Gewicht und verfügte über einen chemischen Zünder.

Dass eine Bombe ohne Fremdeinwirkung detoniert, weil sich der Zünder zersetzt, kommt nach Angaben des Regierungspräsidiums Darmstadt statistisch gesehen etwa einmal im Jahr in Deutschland vor.

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