Auch als T-Shirt-Motiv beliebt : Schwede lässt sich Gesicht von Chef-Virologen auf Arm tätowieren

Der Schwede Gustav Lloyd Agerblad hat Gefallen an Anders Tegnell gefunden.
Der Schwede Gustav Lloyd Agerblad hat Gefallen an Anders Tegnell gefunden.

Anders Tegnell gilt in Schweden als "Gesicht der Corona-Krise". Eben dieses ziert nun den Oberarm eines 32-Jährigen.

von
27. April 2020, 19:23 Uhr

Stockholm | Ein Schwede hat sich das Antlitz des durch die Corona-Krise landesweit berühmt gewordenen Chef-Virologen Anders Tegnell auf den linken Arm tätowieren lassen. "Ich mag es, Tattoos zu haben, die mir etwas bedeuten. Und naja, Covid-19 wird für den Rest meines Lebens Teil meines Lebens sein", sagte der 32-jährige Gustav Lloyd Agerblad aus Stockholm am Montag der Nachrichtenagentur AFP zur Begründung. Daher wolle er das "Gesicht der Corona-Krise" auf seiner Haut verewigen.

Tattoo-Künstler Zashay Tastas entwarf das Motiv in mehreren Größen.
AFP/JONATHAN NACKSTRAND
Tattoo-Künstler Zashay Tastas entwarf das Motiv in mehreren Größen.


Schweden hat in der Reaktion auf die Pandemie einen Sonderweg eingeschlagen und keine weitreichenden Restriktionen verhängt. Es gelten keine Ausgangsbeschränkungen; neben Restaurants, Bars und Cafés sind auch Läden sowie die meisten Schulen weiterhin geöffnet.

Gustav Lloyd Agerblad mit seinem neuen Körperschmuck.
AFP/JONATHAN NACKSTRAND
Gustav Lloyd Agerblad mit seinem neuen Körperschmuck.


Tegnell verteidigt schwedischen liberalen Ansatz

Anders Tegnell unterrichtet die Bevölkerung regelmäßig auf Pressekonferenzen und verteidigt dabei vehement den schwedischen Ansatz. Er blieb auch dabei, obwohl sich andere Länder für wesentlich restriktivere Maßnahmen entschlossen.

Schwedens Staatsepidemiologe Anders Tegnell.
dpa/Folkhälsomyndigheten
Schwedens Staatsepidemiologe Anders Tegnell.


In Schweden erfreut sich Tegnell großer Beliebtheit: Mittlerweile gibt es Fangruppen im Online-Netzwerk Facebook mit zehntausenden Mitgliedern, zudem wird sein Antlitz unter anderem auf T-Shirts gedruckt. Der schwedische Sonderweg ist allerdings im In- und Ausland umstritten.

Der 32-Jährige sammelt Tattoos.
AFP/JONATHAN NACKSTRAND
Der 32-Jährige sammelt Tattoos.


Mehr zum Thema

Darum geht's im MEDIENPROJEKT von SVZ und NNN

Etwa 65.000 Schüler und Lehrer allein in unserem Verbreitungsgebiet erhalten in einem gemeinsamen Projekt der Zeitungsverlage und des MV-Bildungsministeriums bis zum Jahresende kostenlosen Zugang zu den Newsportalen. Fragen Sie an den Einrichtungen ihrer Kinder nach den Bedingungen und Login-Daten, die Sie auch in der Familie nutzen können.
Was bewegt die Schüler ab Klasse 5 bis hinauf in die Gymnasien und Berufsschulen unseres Landes? Was passiert in ihrem Umfeld, in Deutschland und der Welt? Wie können seriöse Nachrichten von Fake News unterschieden werden?
Die Schweriner Volkszeitung und die Norddeutschen Neuesten Nachrichten bieten den Schülern die aktuellsten Berichte, liefern in einem speziellen Dossierbereich "Diskussionsstoff" für den Unterricht und möchten mit ihnen in Austausch kommen.
 
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen