Propagandataten über Monate : Polizei gelingt Schlag gegen rechte Jugendbande in Mecklenburg-Vorpommern

Immer wieder tauchten Schmierereien in dem Ort auf. Darunter auch Hakenkreuze. Symbolbild: dpa/Sebastian Willnow
Immer wieder tauchten Schmierereien in dem Ort auf. Darunter auch Hakenkreuze. Symbolbild: dpa/Sebastian Willnow

Immer wieder waren Graffiti mit Hakenkreuzen in einer Kleinstadt nahe Neubrandenburg aufgetaucht.

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26. Februar 2020, 21:35 Uhr

Burg Stargard | Einer Gruppe von fünf Jugendlichen, die über Monate den Ort Burg Stargard in Mecklenburg-Vorpommern mit rechten Propagandadelikten überzogen haben soll, hat die Polizei das Handwerk gelegt. Wie die Beamten in Neubrandenburg am Mittwoch mitteilten, konnten sie die fünf jungen Männer im Alter zwischen 14 und 17 Jahren identifizieren. Am frühen Morgen wurden mit richterlicher Anordnung sieben Wohn- und Aufenthaltsorte durchsucht.

Insgesamt laufen 18 Verfahren

Laut Polizei hatten sich in Burg Stargard seit dem vergangenen Sommer die Straftaten im Bereich der politisch motivierten Kriminalität gehäuft. Rechte Propagandadelikte wie Graffiti mit Hakenkreuzen und das Abspielen rechter Musik mit einhergehenden "Sieg Heil"-Rufen wurden registriert. Einen Schwerpunkt stellten dabei Sachbeschädigungen an einer Schule dar.

Die Polizei verstärkte ihre Streifen und Präventionsmaßnahmen, um weitere Straftaten zu verhindern. Ermittlungen des Staatsschutzes führten letztlich zu den fünf deutschen Jugendlichen. Am Mittwoch rückten mehr als 30 Beamte zu den Durchsuchungen aus. Es wurden Speichermedien und Spraydosen beschlagnahmt. Die Jugendlichen blieben auf freiem Fuß. Gegen sie laufen insgesamt 18 Verfahren.

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