Tödliches Schiffsunglück auf der Donau : Schiffswrack in Budapest: Vier Leichen geborgen

Das gesunkene Schiffswrack wird mit einem Spezialkran aus der Donau gehoben.
Das gesunkene Schiffswrack wird mit einem Spezialkran aus der Donau gehoben.

Das Schiffswrack sollte noch am Dienstagnachmittag in ein Dock gebracht werden.

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11. Juni 2019, 11:55 Uhr

Budapest | Fast zwei Wochen nach dem tödlichen Schiffsunglück auf der Donau in Budapest ist das Wrack des gesunkenen Ausflugsboots mit Hilfe eines schwimmenden Spezialkrans geborgen worden. An Bord entdeckten die Einsatzkräfte am Dienstag vier weitere Leichen.

Wegen der starken Strömung in der Donau konnten Taucher bisher nicht in das Wrack vordringen.
dpa/Zoltan Balogh
Wegen der starken Strömung in der Donau konnten Taucher bisher nicht in das Wrack vordringen.

Das Wrack, von dem sich die Ermittler weitere Erkenntnisse über den Unfallhergang erhoffen, sollte noch am Nachmittag in ein Dock gebracht werden. Temperaturen von über 30 Grad Celsius und die starke Strömung der Donau erschwerten immer wieder die Arbeit der Bergungsteams. Unter anderem fiel eine der Einsatzkräfte ins Wasser und wäre beinahe selbst von der Strömung fortgerissen worden.

Zusammenstoß mit Flusskreuzfahrtschiff

Das Ausflugsboot war am 29. Mai auf einem bei Touristen beliebten Abschnitt der Donau im Stadtzentrum von Budapest mit einem viel größeren Flusskreuzfahrtschiff zusammengestoßen. Das kleine Boot mit 33 südkoreanischen Passagieren und zwei Besatzungsmitgliedern an Bord sank innerhalb weniger Sekunden.

Polizisten bergen erste Leichen aus dem Wrack.
dpa/Balazs Mohai
Polizisten bergen erste Leichen aus dem Wrack.

Nur sieben Insassen überlebten das Unglück. Inzwischen wurden 24 Leichen geborgen, darunter am Dienstag die des Kapitäns und eines sechsjährigen Mädchens, wie die Polizei mitteilte. Von vier Passagieren fehlte weiter jede Spur. Der genaue Unfallhergang ist nach wie vor unklar.
 

Ermittlungen gegen den Kapitän

Der Kapitän des Kreuzfahrtschiffs war nach dem Unglück verhaftet worden. Gegen ihn wird wegen einer Gefährdung des Schiffsverkehrs mit Todesfolge ermittelt.

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