Schleswig-Holstein : Säugling auf Gehweg geboren und ausgesetzt – Polizei nimmt Mutter fest

Ein Passant hat den Säugling im Gebüsch gefunden. (Symbolbild)
Ein Passant hat den Säugling im Gebüsch gefunden. (Symbolbild)

In der Nacht zum Samstag findet ein Passant in Norderstedt einen frisch entbundenen Säugling in einem Gebüsch.

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24. Mai 2020, 16:47 Uhr

Norderstedt | Nach dem Fund eines frisch entbundenen Säuglings in einem Gebüsch in Norderstedt ist in der Nacht zum Sonntag die Mutter festgenommen worden. Die 26-Jährige sei nach einem Hinweis aus dem Bekanntenkreis gefunden und ärztlich untersucht worden, teilte die Polizei mit. Ihr wird versuchter Totschlag vorgeworfen. Der Zustand des Säuglings hat sich Polizeiangaben zufolge weiter stabilisiert.

Passant findet Säugling in Gebüsch

Gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Kiel ermittelt die Polizei derzeit die Hintergründe der Tat. Ein 30-jähriger Passant hatte in der Nacht zum Samstag den zurückgelassenen Säugling in einem Gebüsch am Cordt-Buck-Weg gefunden, nachdem er einem Wimmern gefolgt war.

Auf dem Gehweg zur Welt gekommen

Wie die Polizei mitteilte, war der Junge in eine blaue Wolldecke gewickelt – und offensichtlich gerade erst zur Welt gekommen. Spuren hätten darauf hingedeutet, dass das Kind in unmittelbarer Nähe eines nahe gelegenen Kindergartens auf dem Gehweg geboren wurde. Der Neugeborene wurde mit starken Unterkühlungen in eine Hamburger Klinik gebracht.

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