Kein Chaos über Ostern : Reisende können aufatmen: Streik an spanischen Flughäfen abgesagt

Reisende, die nach Spanien wollen, müssen nun doch nicht mit Einschränkungen rechnen.
Reisende, die nach Spanien wollen, müssen nun doch nicht mit Einschränkungen rechnen.

Der Ausstand hätte Schätzungen zufolge bis zu fünf Millionen Touristen betroffen.

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21. April 2019, 11:10 Uhr

Madrid | Das für Ostern befürchtete Chaos an spanischen Flughäfen bleibt aus: Ein seit Wochen angekündigter Streik der 60.000 Mitarbeiter des Bodenpersonals am Ostersonntag und am 24. April wurde kurzfristig abgesagt, wie die Gewerkschaft USO am Freitagabend mitteilte. Der Ausstand hätte Schätzungen zufolge bis zu fünf Millionen Touristen betroffen, die über die Feiertage Trips auf das spanische Festland oder die bei deutschen Reisenden beliebten Urlaubsinseln wie Mallorca oder Ibiza geplant hatten.

Positionen nicht mehr weit auseinander

Bereits im Laufe des Freitags hatte es aus Verhandlungskreisen geheißen, die Positionen seien nicht mehr weit voneinander entfernt und "die Diskrepanzen nicht unüberwindbar". Die Angestellten fordern unter anderem bessere Vertrags- und Arbeitsbedingungen. Eine endgültige Einigung gibt es aber noch nicht: Die Verhandlungen sollen nach Gewerkschaftsangaben am Montag fortgesetzt werden.

Möglichkeiten für Passagiere

Hätte der Streik stattgefunden, hätte es einige Möglichkeiten für Fluggäste gegeben. Die spanische Regierung hat einen Mindestbetrieb an allen spanischen Flughäfen festgelegt, der auch im Falle eines Streiks eingehalten werden muss. Nach Angaben der "Mallorca Zeitung" haben die Gewerkschaften für diesen Mindestbetrieb "Dienst nach Vorschrift" angekündigt – sprich, betont langsames Arbeiten. In der Folge würde es unter anderem an der Gepäckausgabe zu Verzögerungen kommen. Eine mögliche Lösung für Urlauber könnte sein, nur mit Handgepäck zu reisen; besonders für Familien dürfte das schwierig werden. Hätte ein Flug beispielsweise mehr als drei Stunden Verspätung oder wäre er ganz ausgefallen, könnten dem Kunden bis zu 600 Euro Entschädigung zustehen. Voraussetzung ist, der Start­flughafen oder die Air­line befinden sich in der Europäischen Union.

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