In einem Steinbruch : Reichsbürger lebte mit Kindern monatelang in Erdhöhle

Der Vater hatte eine Erdhöhle gegraben und lebte dort mit seinen beiden Kindern.
Der Vater hatte eine Erdhöhle gegraben und lebte dort mit seinen beiden Kindern.

Im November 2018 war der 50-Jährige gemeinsam mit seinen Kindern untergetaucht.

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24. Mai 2019, 15:20 Uhr

Lichtenfels | Die Polizei in Oberfranken hat einen vor Monaten mit seinen zwei minderjährigen Kindern untergetauchten Reichsbürger in einer selbstgegrabenen Erdhöhle entdeckt. Bei einem Zugriff in einem Steinbruch im Landkreis Lichtenfels am vergangenen Samstagabend sei der 50-Jährige festgenommen worden, teilte das Polizeipräsidium Oberfranken am Freitag mit. Seine zwei Kinder, die wohlauf waren, seien dem Jugendamt übergeben worden.

Seit November untergetaucht

Der Polizei zufolge wurde der zur Reichsbürgerszene zählende Mann mit Haftbefehl gesucht. Er sollte Mitte November festgenommen werden, war aber nicht zu Hause. Im Zuge der Fahndung fanden die Ermittler heraus, dass er zusammen mit den Kindern untergetaucht war.

In der Folge habe es umfangreiche Ermittlungen gegeben, auch ein Aufenthalt im Ausland sei nicht ausgeschlossen worden. Anfang Mai sei der Verdacht aufgekommen, der Mann könne sich in einem Steinbruch aufhalten. Dieser Verdacht habe sich erhärtet, der Vater habe sich widerstandslos festnehmen lassen.

Die selbstausgegrabene Behausung. Foto: dpa/Polizeipräsidium Oberfranken
dpa/Polizeipräsidium Oberfranken
Die selbstausgegrabene Behausung. Foto: dpa/Polizeipräsidium Oberfranken

Auf einem Foto, dass die Polizei veröffentlichte, ist die selbstgebaute Behausung des Mannes zu sehen. Mittlerweile ist sie geräumt und wieder mit Erdreich aufgefüllt.

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