Gegen Maskenpflicht : Ohne Abstand, ohne Masken: Demo gegen Corona-Auflagen in Hamburg

Ohne Abstand, ohne Masken: Gegner der Corona-Maßnahmen versammeln sich am Jungfernstieg in Hamburg.
Ohne Abstand, ohne Masken: Gegner der Corona-Maßnahmen versammeln sich am Jungfernstieg in Hamburg.

In Magdeburg und Hamburg haben Gegner der Corona-Maßnahmen ohne Abstand und Masken demonstriert.

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16. August 2020, 08:41 Uhr

Hamburg/Magdeburg | Rund 1000 Menschen haben am Samstag in der Hamburger Innenstadt gegen Maskenpflicht und die Corona-Politik von Bund und Ländern demonstriert. Die Polizei zählte bei hochsommerlichen Temperaturen am Nachmittag auf dem Jungfernstieg rund 900 Protestler, doch auch auf den breiten Bürgersteigen rechts und links mischten sich Sympathisanten, Unterstützer, Gegner, Neugierige und unbeteiligte Passanten in großer Zahl.

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Keine Masken, zu geringe Abstände

Da die meisten Teilnehmer keine Gesichtsmasken trugen und im Laufe der Veranstaltung auch die Abstände immer geringer wurden, forderte die Polizei die Veranstalter nach eineinhalb Stunden auf, die Versammlung zu beenden. Die Auflagen für die Kundgebung würden nicht mehr eingehalten. Die Veranstalter reagierten darauf, indem sie die Demonstranten sich neu aufstellen ließen – mit Erfolg: Die Demo durfte fortgesetzt werden.

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dpa/Markus Scholz

"Haut ab, haut ab"-Sprechchöre durch die Antifa

Verschiedene Redner betonten die Friedfertigkeit und Dialogbereitschaft der Initiative "Querdenken" und erklärten, die Corona-Maßnahmen in Deutschland verstießen gegen mehrere Artikel des Grundgesetzes.

In schwarzen Shorts und schwarzen Tank-Tops versammelten sich etwa Gegner der Demo um eine schwarz-rote Antifa-Fahne, vermummt mit schwarzem Mund-Nasen-Schutz. Aus ihrer Reihe erklangen "Haut ab, haut ab"-Sprechchöre.

Schlagerstar der 80er singt bei Kundgebung in Hamburg

Die Anliegen der Kundgebenden blieben zumindest in den Redebeiträgen eher verschwommen. Oft ging es darum, dass die Demonstration stattfinden könne und sich die Veranstalter darüber sehr freuten, dass es schon zuvor eine Demonstration gegeben habe (am 1. August in Berlin) - und demnächst eine weitere geplant ist (am 29. August wiederum in Berlin).

Auch Frl. Menke, ein Schlagerstar der 80er Jahre ("Hohe Berge"), war dabei. Sie könne nicht gut reden, sagte sie – und sang stattdessen: das Volkslied "Die Gedanken sind frei".

Menschen nicht an "Rattenfänger" verlieren

In Magdeburg versammelten sich nach Polizeiangaben rund 250 Menschen zu einer Demonstration gegen Corona-Auflagen. Bei einer weiteren Kundgebung warnte das Bündnis "Solidarisches Magdeburg" vor einer Spaltung der Gesellschaft. "Menschen haben ein Recht auf ihre Angst, aber wir müssen aufpassen, dass wir sie nicht verlieren an Rattenfänger", sagte Mitorganisatorin Franka Kretschmer. Andere zu gefährden, sei jedoch keine Freiheit.

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