Fall aus Velbert : Prozess um Gruppenvergewaltigung: Täter zu Gefängnisstrafen verurteilt

Nach einem Freibadbesuch in Velbert sollen mehrere Jungen eine 13-Jährige in einen Wald gezerrt und missbraucht haben.
Nach einem Freibadbesuch in Velbert sollen mehrere Jungen eine 13-Jährige in einen Wald gezerrt und missbraucht haben.

Vier Angeklagte müssen wegen einer Gruppenvergewaltigung im nordrhein-westfälischen Velbert eine Haftstrafe antreten.

svz.de von
08. Oktober 2018, 17:35 Uhr

Wuppertal | Im Fall der Gruppenvergewaltigung eines 13-jährigen Mädchens in Velbert hat das Wuppertaler Landgericht bis zu vier Jahre und neun Monate Jugendhaft verhängt. Das hat ein Sprecher des Wuppertaler Landgerichts am Montag mitgeteilt. Die Strafe wegen Vergewaltigung bekam einer der beiden Haupttäter, der zweite erhielt vier Jahre Haft. Zwei weitere Angeklagte müssen ebenfalls ins Gefängnis.

Die Urteilsverkündung hatte – wie der gesamte Jugendstrafprozess – unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattgefunden. Angeklagt waren sechs Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren. Zwei von ihnen kamen mit Bewährungsstrafen davon.

Zwei Tatverdächtige flohen nach Bulgarien

Die Jugendlichen sollen dem Mädchen nach einem Freibadbesuch aufgelauert, es in einen Wald gezerrt und dort sexuell missbraucht haben. Eine Spaziergängerin war im April eingeschritten und hatte das Geschehen gestoppt.

An der Tat im südlich des Ruhrgebiets gelegenen Velbert sollen insgesamt acht Jugendliche aus Bulgarien beteiligt gewesen sein. Zwei von ihnen hatten sich mit ihren Familien nach Bulgarien abgesetzt und waren dort festgenommen worden. Ihnen soll in einem gesonderten Verfahren der Prozess gemacht werden.

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