Nach Tod von George Floyd : Proteste: Donald Trump will „härtere Gangart“ – US-Promis fordern Ende von Rassismus

US-Präsident beleidigt nicht zum ersten Mal Demokraten über Twitter.
US-Präsident beleidigt nicht zum ersten Mal Demokraten über Twitter.

Für die jüngsten Ausschreitungen seien "Anarchisten" verantwortlich, sagte der US-Präsident.

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01. Juni 2020, 12:27 Uhr

New York | Nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd haben Musiker, Sportler und Hollywoodstars in den USA ein Ende von Rassismus und Polizeigewalt gefordert. "Das muss aufhören", schrieb die Sängerin Madonna (61) auf Instagram. Sie postete ein Video, das zeigt, wie ein weißer Beamter bei einer Festnahme in der Stadt Minneapolis am vergangenen Montag sein Knie minutenlang in den Hals des am Boden liegenden Floyd drückte. Der Polizist, meint Madonna, habe Floyd mit "Arroganz und Stolz" ermordet.

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Die Musikerin Beyoncé (38) wandte sich in einer Videobotschaft an ihre Fans auf Instagram und forderte "Gerechtigkeit für George Floyd". Lady Gaga (34) schrieb in einem langen Post auf Twitter, sie sei von Floyds Tod "schockiert". Wie viele andere Stars auch kritisierte sie US-Präsident Donald Trump. Lady Gaga warf Trump vor, in seinem Land Rassismus zu fördern.

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Nur ein Bild und eine Frage postete der NBA-Star LeBron James (35). Das Foto zeigt, wie der Football-Spieler Colin Kaepernick im Jahr 2016 während der Nationalhymne auf die Knie ging. Damit hatte der Quarterback eine Protestwelle gegen die Diskriminierung von Schwarzen in den USA gestartet. LeBron James schrieb dazu: "Versteht ihr jetzt?"

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Aber nicht nur im Internet, auch auf der Straße machten die Berühmtheiten ihrem Ärger Luft. Die Schauspieler Jamie Foxx (52) und Nick Cannon (39) nahmen an Protesten in Minneapolis teil. Der Rapper Killer Mike (45) sprach vor Demonstranten in Atlanta. "Ich bin höllisch sauer", sagte er, "ich habe es satt, Schwarze sterben zu sehen." Zugleich rief er die Menschen auf, nicht zu randalieren, sondern ihren Zorn friedlich auszudrücken.

Song für George Floyd

In New York legte der französische Star-DJ David Guetta (52) am Samstag auf dem Dach des Rockefeller Center auf – und widmete Floyd dabei einen Song. "Amerika erlebt gerade schwierige Zeiten", sagte Guetta während der Show, mit der er eigentlich Geld für Corona-Hilfsmaßnahmen sammeln wollte. Anschließend mixte Guetta Techno-Klänge mit Zitaten aus der berühmten "I-have-a-dream"-Rede des US-Bürgerrechtlers Martin Luther King und forderte das Publikum, das live im Internet zuschaute, zum Tanzen auf.

"Diese Menschen sind Anarchisten"

Nach Ausschreitungen in zahlreichen amerikanischen Städten hat US-Präsident Donald Trump indes demokratische Bürgermeister und Gouverneure zu einem schärferen Durchgreifen aufgerufen. "Legen Sie eine härtere Gangart ein", schrieb Trump am Sonntag (Ortszeit) auf Twitter. "Diese Menschen sind Anarchisten. Rufen Sie jetzt unsere Nationalgarde. Die Welt schaut zu und lacht Sie und den Schläfrigen Joe aus." Der Republikaner Trump verunglimpft seinen voraussichtlichen Herausforderer bei der Wahl im November, den demokratischen Ex-Vizepräsidenten Joe Biden, als "Schläfrigen Joe".

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Trump wirft den Demokraten immer wieder vor, nicht hart genug gegen Kriminalität vorzugehen. Für die jüngsten Ausschreitungen macht Trump Linksradikale und die Antifa verantwortlich. Belege dafür hat er nicht präsentiert. Der Präsident kündigte am Sonntag an, die Antifa solle in den USA als Terrororganisation eingestuft werden. Details ließ er zunächst offen.

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