Unruhen nach Tod von George Floyd : Proteste in New York: Polizeichef entschuldigt sich für „Mangel an Höflichkeit“

Die New Yorker Polizei setzt rigoros die nächtliche Ausgangssperre durch. Wer sich widersetzt, wird verhaftet.
Die New Yorker Polizei setzt rigoros die nächtliche Ausgangssperre durch. Wer sich widersetzt, wird verhaftet.

Immer wieder in Videos zu sehen: Die Polizei greift unverhältnismäßig Brutal die Demonstranten an.

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05. Juni 2020, 19:28 Uhr

New York | Nach tagelangen Protesten gegen Rassismus und Polizeibrutalität hat sich New Yorks Polizeichef Dermot Shea für mögliches Fehlverhalten von Polizisten während der Aktionen entschuldigt. "Damit es Entspannung gibt, muss es Reue geben. Es tut mir leid. Manchmal fallen sogar die besten – und die NYPD ist die beste Polizeibehörde des Landes", sagte Shea in der Nacht zum Freitag Medienberichten zufolge. "Für unseren Anteil am Mangel an Höflichkeit, an diskriminierenden Vorurteilen, übertriebener Gewalt, inakzeptabler Sprache und viele andere Fehler, wir sind Menschen. Es tut mir leid."

Weiterlesen: Alle Entwicklungen zu den Protesten in den USA im Liveblog

Shea betonte aber auch, dass seine Polizisten während der Begleitung der Proteste immer wieder beleidigt und angegriffen würden und dass auch das aufhören müsse. "Tut es Euch auch leid?" Am Freitag waren erneut Tausende Menschen in mehreren Stadtteilen New Yorks auf die Straßen gegangen und hatten wieder weitestgehend friedlich für ein Ende des Rassismus und für Gerechtigkeit für den bei einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis ums Leben gekommenen Afroamerikaner George Floyd demonstriert. Polizeihubschrauber kreisten die ganze Nacht lang über der Metropole.

Nächtliche Ausgangssperre

Viele hielten sich allerdings nicht an die um 20 Uhr beginnende nächtliche Ausgangssperre, was zu Zusammenstößen mit der Polizei und Festnahmen führte. Die nächtliche Ausgangssperre gilt seit Montag und vorerst noch bis einschließlich Sonntag. Sie gelte allerdings nicht für systemrelevant Berufstätige, betonte Bürgermeister Bill de Blasio via Twitter erneut, nachdem es Berichte über Festnahmen beispielsweise von Journalisten und Essenslieferanten gegeben hatte.

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