Promille-Grenze für Hundehalter : Betrunkene dürfen in Wien nicht mehr "Gassi gehen"

Halter von 'potenziell gefährlichen' Hunden sollen in Wien nicht mehr betrunken 'Gassi gehen' dürfen.
Halter von "potenziell gefährlichen" Hunden sollen in Wien nicht mehr betrunken "Gassi gehen" dürfen.

Wien verschärft seine Gangart gegen Hundehalter. Betrunken "Gassi gehen" kann eine empfindliche Strafe nach sich ziehen.

svz.de von
10. Oktober 2018, 19:50 Uhr

Wien | Die Stadt Wien will eine Promille-Grenze für Halter von Hunden einführen, deren Rasse als potenziell gefährlich gilt. Diese Grenze soll – wie auch bei Autofahrern – im öffentlichen Raum bei 0,5 Promille liegen. Das teilte die Stadt am Mittwoch mit.

Bei Verstößen müssten die Hundehalter mit einer Strafe von mindestens 1000 Euro rechnen. Das Gesetz soll noch im laufenden Jahr in Kraft treten. Es geht um sogenannte Listenhunde – in Wien gehören dazu unter anderem Bullterrier, Rottweiler und Pitbullterrier.

Hunde-Attacken auf Kinder

Hintergrund für die neuen Regeln sind zwei Vorfälle, bei denen Hunde kleine Kinder zuletzt in den Kopf und ins Gesicht gebissen haben. Ein 17 Monate alter Junge war Ende September – gut zwei Wochen nach der Rottweiler-Attacke – an seinen Verletzungen gestorben. Die Besitzerin des Hundes stand bei dem Angriff unter Alkoholeinfluss.

Neben der Promillegrenze soll auch die Leinen- und Maulkorbpflicht für Listenhunde verschärft werden. Bisher mussten Listenhunde mit einem von beiden Hilfsmitteln ausgeführt werden, künftig sind sowohl Leine als auch Maulkorb Pflicht.

Halter von Listenhunden müssen darüber hinaus auch weiterhin einen Hundeführerschein machen, dessen Prüfung aber nun umfangreicher werden soll. Außerdem müsse man zwei Jahre nach der Prüfung nochmals antreten, teilte die Stadt mit.

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