"Polizei-Ratschläge" für 97-Jährigen : Prinz Philip fährt kurz nach Verkehrsunfall wieder Auto – unangeschnallt

Sitzt wieder am Steuer: Prinz Philip.
Sitzt wieder am Steuer: Prinz Philip.

"Philip rides again": Zwei Tage nach seinem Unfall auf einer Landstraße sitzt der 97-jährige wieder am Steuer.

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20. Januar 2019, 10:25 Uhr

London | Nur zwei Tage nach seinem Verkehrsunfall hat Prinz Philip sich eine polizeiliche Rüge wegen Fahrens ohne Gurt eingehandelt. Nachdem britische Zeitungen am Samstag Fotos veröffentlichten, die den 97-jährigen Ehemann von Königin Elizabeth II unangeschnallt am Steuer seines Land Rover zeigten, erklärte eine Polizeisprecherin, die Fotos seien den Behörden bekannt. "Dem Fahrer wurden angemessene Ratschläge gegeben", erklärte sie. Dies sei das übliche Verfahren, wenn die Polizei auf ein derartiges Vergehen aufmerksam werde.

Land Rover von Prinz Philip kollidierte mit Kia

Prinz Philip war am Donnerstag mit seinem Geländewagen in der Nähe von Schloss Sandringham in Ostengland mit einem Kia zusammengestoßen, als er von einer Seitenstraße auf eine Hauptstraße einbog. Sein Land Rover stürzte auf die Fahrerseite und die Windschutzscheibe ging zu Bruch, der Duke of Edinburgh konnte aber von herbeigeeilten Unfallzeugen unverletzt aus dem Wagen gezogen werden. Die 28-jährige Kia-Fahrerin wurde kurzzeitig im Krankenhaus behandelt. Ihr neun Monate altes Baby blieb unverletzt.

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Der Unfall löste eine Debatte über autofahrende Senioren aus. So legte der prominente Auto-Journalist Jeremy Clarkson dem 97-Jährigen am Wochenende einen Verzicht auf den Führerschein nahe. Seine erste Reaktion auf dessen Unfall sei gewesen: "Was zum Teufel macht ein Mann in diesem Alter hinter dem Steuer eines Wagens?", schreibt Clarkson in der Boulevard-Zeitung "The Sun".

Debatte über autofahrende Senioren

Interessengruppen behaupteten immer, dass ältere Fahrer sicherer auf der Straße seien als junge Rowdys, "aber ich bin mir nicht so sicher", sagte der Moderator der Amazon-Autoshow "The Grand Tour". In Großbritannien müssen sich Führerscheinbesitzer über 70 einem medizinischen Test unterziehen, um ihre Fahrtauglichkeit nachzuweisen. Anders dagegen in Deutschland: Hier ist die einmal erworbene Fahrerlaubnis unbegrenzt.

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Philip hatte sich 2017 in den Ruhestand verabschiedet. In den vergangenen Jahren litt er unter gesundheitlichen Problemen: Das Herz machte ihm zu schaffen, er hatte Blasenentzündungen, musste an der Hand operiert werden und bekam ein neues Hüftgelenk. Das hielt ihn aber nicht davon ab, sich weiter hinter das Steuer zu setzen.

Der Ehemann der Queen ist aber ein leidenschaftlicher Autofahrer. 2016 ließ er es sich nicht nehmen, das damalige US-Präsidentenpaar Barack und Michelle Obama während ihres Großbritannien-Besuchs zusammen mit der Queen auf dem Anwesen von Schloss Windsor herumzufahren.

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