Abgelehnte Asylanwärter : Polizei nimmt fünf mutmaßliche Brandstifter von Moria fest

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Das Flüchtlingslager Moria wurde bei einem Brand fast vollständig zerstört.
Das Flüchtlingslager Moria wurde bei einem Brand fast vollständig zerstört.

Bei den Brandstiftern soll es sich um fünf Afghanen handeln. Ein weiterer Mann wird noch von der Polizei gesucht.

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15. September 2020, 17:29 Uhr

Athen | Die griechischen Sicherheitskräfte haben fünf mutmaßliche Brandstifter festgenommen, die vergangene Woche das Registrierlager auf Moria in Brand gesetzt haben sollen. Dies teilte der griechische Minister für Bürgerschutz, Michalis Chrysochoidis, am Dienstag mit. "Die Brandstifter sind festgenommen. Es sind junge Migranten. Ein weiterer wird noch gesucht", sagte er im Staatsradio (ERT). Aus Kreisen der Polizei hieß es, die fünf mutmaßlichen Brandstifter seien Afghanen, deren Asylanträge abgelehnt worden waren.

Zum Thema: Deutschland will 1553 Flüchtlinge aus Griechenland aufnehmen

Griechische Medien berichteten, zwei der mutmaßlichen Brandstifter seien nicht auf Lesbos, sondern in Nordgriechenland festgenommen worden. Es handele sich um Minderjährige, die einen Tag nach dem Großbrand nach Nordgriechenland ausgeflogen worden waren, um sie zu schützen, und die von anderen Staaten der EU aufgenommen werden sollten, berichtete der Athener Fernsehsender «Mega» unter Berufung auf Kreise der Polizei.

Das Lager von Moria war bei mehreren zeitgleichen Bränden fast vollständig zerstört worden. Mehr als 12 500 Migranten blieben obdachlos. Zur Unterbringung dieser Menschen hat Athen ein Zeltlager unweit des alten von Moria eingerichtet.

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