Verhaltensregeln per Flyer : "Keine Waffen": Innenministerium erlässt Aktionsplan gegen Hochzeitskorsos

In NRW waren allein im April 104 Korso-Einsätze registriert worden. Mit dem Aktionsplan solle verhindert werden, dass die Zahlen wieder steigen.
In NRW waren allein im April 104 Korso-Einsätze registriert worden. Mit dem Aktionsplan solle verhindert werden, dass die Zahlen wieder steigen.

Laut eines Medienberichts sollen an beliebten Hochzeits-Orten unter anderem Flugblätter verteilt werden.

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04. Juni 2019, 11:24 Uhr

Düsseldorf | Das nordrhein-westfälische Innenministerium hat laut "Bild" einen Aktionsplan gegen sogenannte "Hochzeits-Korsos" an alle Polizeibehörden im Land geschickt. Demnach sollen an beliebten Hochzeits-Orten unter anderem Flugblätter mit Verhaltensregeln verteilt werden.

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"Priorität hat für uns jetzt erst einmal die Versorgung der Polizei im Ruhrgebiet. Dort hatten wir in der Vergangenheit auch die meisten Einsätze. Den Polizeipräsidien im Revier bieten wir deshalb an, die Flyer bei uns im Ministerium abzuholen", sagte ein Ministeriumssprecher der Deutschen Presse-Agentur.

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Laut "Bild" ließ Innenminister Herbert Reul (CDU) den entsprechenden Erlass samt dem Hinweis auf den Flyer am Montag - einen Tag vor Ende des Fastenmonats Ramadan - versenden. Nachdem in NRW im April 104 Korso-Einsätze registriert worden seien, seien es mit Beginn der muslimischen Fastenzeit im Mai nur noch 25 gewesen. Mit dem Aktionsplan solle verhindert werden, dass die Zahlen wieder steigen.

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In dem Flyer steht laut "Bild" unter anderem "Halten Sie sich an die Verkehrsregeln", "Provozieren Sie keine Staus", "Zünden Sie keine Feuerwerkskörper/Pyrotechnik" und "Führen Sie keine Waffen mit". Bei Verstößen drohten Bußgelder, das Beschlagnahmen von Autos oder sogar Haftstrafen.

In seinem Erlass stelle Reul auch klar, dass bei Einsätzen gegen Hochzeits-Korsos der Einsatz der Polizeifliegerstaffel in die taktischen Überlegungen einbezogen werde, um die Strafverfolgung beweissicherer zu machen, so "Bild".

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