Auf 750 Quadratmetern : Pariser Obdachlose dürfen diesen Winter in Rathäusern übernachten

In Paris sollen Obdachlose über den Winter in Hotels, Rathäusern und leerstehenden Häusern übernachten dürfen.
In Paris sollen Obdachlose über den Winter in Hotels, Rathäusern und leerstehenden Häusern übernachten dürfen.

In Paris fehlten knapp 3000 Unterkünfte für Obdachlose – die Stadt reagiert zur kalten Jahreszeit.

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14. Oktober 2018, 11:37 Uhr

Paris | Obdachlose sollen in diesem Winter in Pariser Rathäusern übernachten dürfen und dort Schutz vor Kälte und Lebensmittel bekommen. Das kündigte die sozialistische Bürgermeisterin der französischen Hauptstadt, Anne Hidalgo, in einem Interview mit dem "Journal du Dimanche" (Sonntag) an. Ende November sollen demnach in zwei prunkvollen Sälen des Pariser Hôtel de Ville Übernachtungsmöglichkeiten für bis zu 100 obdachlose Frauen eröffnet werden – auf einer Fläche von rund 750 Quadratmetern. Auch mehrere Rathäuser der Stadtviertel wollen demnach in der kalten Jahreszeit ihre Türen für Obdachlose öffnen.

Hälfte der Unterkunft stellt die Stadt

Für diesen Winter fehlten noch rund 3000 Unterkünfte für Wohnungslose, warnte Hidalgo. Rund die Hälfte davon will demnach die Stadt Paris schaffen – neben den Rathäusern auch in anderen städtischen Gebäuden und in ungenutzten Häusern, die in den kommenden Jahren renoviert werden sollen. Der Rest der fehlenden Plätze müsse vom Staat gestellt werden.

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