Viele Verletzte : Panik bei Karussell-Unfall in Spanien: Kinder durch die Luft geschleudert

Der Unfall geschah um zwei Uhr nachts, als sich die Hälfte des Karussells plötzlich löste.
Der Unfall geschah um zwei Uhr nachts, als sich die Hälfte des Karussells plötzlich löste.

Ein 13-jähriges Mädchen erlitt schwere Kopfverletzungen, andere Jahrmarkt-Besucher wurden von Metallteilen getroffen.

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09. Juni 2019, 13:14 Uhr

Madrid | Bei einem Kirmes-Unfall sind in Spanien 28 Menschen verletzt worden. Ein Karussell war am frühen Samstagmorgen beim Volksfest in San José de La Rinconada bei Sevilla bei hoher Geschwindigkeit zusammengebrochen. Drei Kinder im Alter zwischen 12 und 14 Jahren lagen am Sonntag noch in Krankenhäusern, wie die Gesundheitsbehörden mitteilten.

13-Jährige erleidet Kopfverletzungen

Besonders schwer erwischte es eine 13-Jährige, die schwere Kopfverletzungen erlitten haben soll. Ihr gehe es inzwischen aber deutlich besser, hieß es. Das rasche Eingreifen der Not- und Sicherdienste habe eine größere Tragödie verhindert, schrieb Bürgermeister Javier Fernández auf Facebook.

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Menschen durch die Luft geschleudert

Der Unfall geschah gegen zwei Uhr morgens, als sich plötzlich eine Hälfte des Karussells namens "Kessel" löste und mehrere Menschen durch die Luft geschleudert wurden. Andere Jahrmarkt-Besucher wurden von herabfallenden Metallteilen des Fahrgeschäftes verletzt. Nach Medienberichten drehte sich die andere Hälfte des Karussells noch einige Runden weiter. Zahlreiche Jugendliche hätten in Panik geschrien und sich an den restlichen Sitzen festgeklammert.

Ursache noch unklar

Die Jugendliche hätten gedacht, es seien "die letzten Sekunden ihres Lebens", zitierte die Zeitung "Diario de Sevilla" einen Sprecher von San José de la la Rinconada. Die Ursache des Unfalls blieb vorerst unbekannt. Die Verwaltung der kleinen andalusischen Gemeinde versicherte, dass das Fahrgeschäft alle nötigen Genehmigungen hatte. Man vermute aber Wartungsmängel. Ermittlungen seien eingeleitet worden.

Das Volksfest "La Jira", das jedes Jahr im Juni von rund 30.000 Menschen besucht wird, wurde nach dem Unfall zunächst geschlossen, am Samstagabend aber wiedereröffnet.

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