Zahlreiche umgestürzte Bäume : Orkantief "Victoria": Zwei Verletzte bei Unfall in Güstrow

Feuerwehrleute in Warin beseitigen am Ortsausgang Richtung Klein Labenz einen umgestürzten Baum.
Feuerwehrleute in Warin beseitigen am Ortsausgang Richtung Klein Labenz einen umgestürzten Baum.

Eine Woche nach Orkantief "Sabine" kam "Victoria". Wegen Sturmschäden kam es zu Ausfällen im Bahnverkehr.

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17. Februar 2020, 06:48 Uhr

Hamburg | Ein seit Sonntagabend durchziehendes Sturmtief hat in Mecklenburg-Vorpommern nur geringe Schäden und Verkehrsbehinderungen verursacht. Wie die Polizei in Rostock am Montag mitteilte, fielen im Westen des Landes vereinzelt starke Äste auf Straßen, Bäume brachen um und mussten geborgen werden.

Nach Angaben der Kreisverwaltung im Landkreis Rostock wurden zwei Insassen eines Autos verletzt, als sie mit ihrem Wagen am Sonntagabend unweit des Wildparks in Güstrow in einen umgestürzten Baum fuhren. Die 21-jährige Fahrerin und ihr 20-jähriger Beifahrer kamen in eine Klinik, am Auto entstand Totalschaden.

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Foto: Eckhard Rosentreter


Im Osten Mecklenburg-Vorpommerns wurden ebenfalls vereinzelt umgestürzte Bäume und geringe Verkehrsbehinderungen gemeldet. Bei Langsdorf (Vorpommern-Rügen) stürzte eine komplette Baustellenabsicherung auf die Straße. In der Nähe von Upatel (Vorpommern-Greifswald) brach ein Telegrafenmast ab und fiel auf die Straße.

Einschränkungen im Bahnverkehr

Wegen Sturmschäden hat die Deutsche Bahn am Sonntagabend mehrere Strecken sperren müssen. So mussten die Züge zwischen Hamburg und Berlin über Stendal umgeleitet werden, wie die Bahn mitteilte. Der Halt an den Bahnhöfen Wittenberge, Ludwigslust und Büchen entfiel. Es komme zu Verspätungen von etwa 60 Minuten. Zwischen Hamburg und Münster wurden die Züge über Hannover umgeleitet, der Halt an den Bahnhöfen Bremen, Osnabrück und Münster entfiel. Hier sollte es zu Verspätungen von bis zu 10 Minuten kommen.


Am Montag: Gefahr vor Sturmflut

Für die Nordseeküste und die Elbe besteht bis Montagvormittag die Gefahr einer Sturmflut. Das teilte das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie mit. Das Hochwasser an der ostfriesischen Küste und im Wesergebiet werde am Morgen und am Vormittag 1 bis 1,5 Meter über dem mittleren Hochwasser liegen, im Elbegebiet etwa 1,5 Meter höher und an der Nordseeküste bis zu 2 Meter höher.

Ausläufer des Sturmtiefs "Victoria" sorgten bei stürmischen Winden etwa in Niedersachsen in der Nacht für zahlreiche umgestürzte Bäume. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen der Polizei niemand. In Hamburg rückte die Polizei mehr als 70 Mal zu wetterbedingten Einsätzen aus.

Sturmtief "Victoria": NRW besonders betroffen

Besonders bemerkbar machten sich die Ausläufer des Sturmtiefs «Victoria» in Nordrhein-Westfalen. Wegen eines umgestürzten Baumes auf eine Oberleitung im Münsterland musste die Strecke dort, auf der auch der Fernverkehr von Koblenz nach Norddeich unterwegs ist, gesperrt werden. 200 Reisende mussten einen Intercity verlassen und in Busse umsteigen. IC- und EC-Züge wurden umgeleitet. Die Störung sollte bis in die späten Abendstunden anhalten.

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