Spätfrost und Trockenheit : Obstbauern erwarten nur mittelmäßige Kirschernte

Obstbauern rechnen in diesem Jahr mit einer schlechteren Ernte.
Obstbauern rechnen in diesem Jahr mit einer schlechteren Ernte.

Aufgrund von Spätfrost und Trockenheit fällt die Kirschernte in diesem Jahr wohl schlechter aus als im vergangenen Jahr.

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30. Juni 2020, 11:32 Uhr

Wiesbaden | Die laufende Ernte von Süß- und Sauerkirschen verspricht eine mittlere Menge. Die Obstbauern erwarten laut einer Schätzung für das Statistische Bundesamt rund 53.500 Tonnen. Das wären 11 Prozent weniger als in den beiden Vorjahren, aber immer noch rund 12 Prozent mehr als der Zehn-Jahresdurchschnitt, wie das Amt am Dienstag berichtete.

Vor allem Erträge bei Süßkirsche geringer

Die Rückgänge erklären die Statistiker mit Spätfrösten und Trockenheit. Vor allem bei der dominierenden Süßkirsche gehen die Erträge in diesem Sommer voraussichtlich um 19 Prozent zurück. Hier ist Baden-Württemberg mit knapp der Hälfte der Anbaufläche wichtigster Erzeuger. Bei den Sauerkirschen bleibt die Menge mit 15.400 Tonnen fast konstant zum Vorjahr. Hier gibt es die meisten Plantagen in Rheinland-Pfalz und Sachsen.

Europaweit war Polen im vergangenen Jahr mit knapp 200.000 Tonnen größter Erzeuger. Dort dominiert die Sauerkirsche. Süßkirschen kommen in Europa meist aus den südlichen Staaten Spanien, Italien und Griechenland.

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