Kollision mit Tanker : Nach Nato-Übung: Norwegische Fregatte fast komplett unter Wasser

Die norwegische Fregatte 'KNM Helge Ingstad' liegt teilweise unter Wasser in der Nordsee in der Nähe von Bergen. Foto: dpa/Marit Hommedal
Die norwegische Fregatte "KNM Helge Ingstad" liegt teilweise unter Wasser in der Nordsee in der Nähe von Bergen. Foto: dpa/Marit Hommedal

In der Nacht zu Dienstag rissen die Sicherungsseile und das Schiff rutschte ins Wasser.

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13. November 2018, 15:50 Uhr

Oslo | Vier Tage nach ihrer Kollision mit einem Tanker bei Bergen ist die norwegische Fregatte "Helge Ingstad" am Uferhang abgerutscht und fast komplett versunken. Am Dienstagmorgen ragten nur noch der Radarturm und Teile des Hecks aus dem Wasser. Nach Angaben der norwegischen Seeverteidigung liegt das Schiff nun wieder stabil.

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Sicherungsseile rissen in der Nacht

Das Militär hatte in den vergangenen Tagen versucht, das schwer beschädigte Schiff mit Stahlseilen an Land zu halten. Am Abend senkte sich das Bug und gegen Mitternacht wurde es als zu gefährlich angesehen, weiter an der Sicherung zu arbeiten. In der Nacht rissen schließlich alle Seile und das Schiff rutschte den Uferhang herab tiefer ins Wasser. Der materielle Schaden sei nun vermutlich noch größer, sagte ein Sprecher der Seeverteidigung. Das Kriegsschiff hatte an der Nato-Übung "Trident Juncture" teilgenommen und war mit zahlreichen Waffen ausgerüstet. Warum die "Helge Instand" in der Nacht zu Donnerstag mit dem Tanker zusammenstieß, ist weiter unklar. Dem Funkverkehr zufolge wurde die Fregatte mehrfach vor einer Kollision gewarnt.

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