Vereitelung eines möglichen Anschlags : Zugriff am Frankfurter Flughafen: Terrorverdächtiger festgenommen

Polizei am Frankfurter Flughafen.
Polizei am Frankfurter Flughafen.

Der Festgenommene soll Verbindungen zu einer Frau und drei Männern haben, die wegen Terrorverdachts in Haft sitzen.

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23. Dezember 2018, 18:06 Uhr

Mannheim | Die Polizei am Flughafen Frankfurt hat bei den Ermittlungen im Zusammenhang mit der möglichen Vorbereitung eines Terroranschlags einen fünften Verdächtigen festgenommen. Der 53 Jahre alte Mann sei den Beamten bei seiner Einreise am Flughafen ins Netz gegangen, teilte das Landkriminalamt (LKA) Baden-Württemberg am Sonntag mit. Es habe Haftbefehl gegen ihn bestanden.

Am Mittwochabend hatte die Polizei eine 39 Jahre alte Frau sowie zwei 33 und 49 Jahre alte Männer verhaftet. Zudem war zwischenzeitlich ein weiterer Mann festgenommen worden, der später aber wieder auf freien Fuß gesetzt wurde.

Weiterlesen: Haftbefehl gegen drei Terror-Verdächtige

Übergabe einer Kriegswaffe

Insgesamt sitzen nun vier Verdächtige in Untersuchungshaft. Den Angaben zufolge wird ihnen die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat vorgeworfen. Zudem bestehe der Verdacht des illegalen Waffenbesitzes. Details nannten die Ermittler nicht. Auch zu ihrer Nationalität machte die Behörde keine Angaben. Ob ein islamistischer Hintergrund vorliegt, ist ebenfalls unklar.

Der am Flughafen Frankfurt Festgenommene sei der Bruder des am Mittwoch verhafteten 49-Jährigen, hieß es beim LKA Baden-Württemberg und der Staatsanwaltschaft Karlsruhe. Er stehe im Verdacht, an der Übergabe einer Kriegswaffe beteiligt gewesen zu sein oder diese gelagert zu haben.

Kein Zusammenhang mit Ausspähversuchen

Mit den mutmaßlichen Ausspähversuchen am Stuttgarter Flughafen habe dieses Verfahren nichts zu tun, erklärte das Landeskriminalamt in Stuttgart: "Da besteht überhaupt kein Zusammenhang." Wegen des Verdachts der Flughafen-Ausspähungen waren in Baden-Württemberg ebenfalls Wohnungen durchsucht worden. Der Verdacht hatte sich nicht erhärtet.

Weiterlesen: Entwarnung nach mutmaßlicher Ausspähung von Flughäfen

Die Frau und die beiden Männer waren am Mittwochabend bei vier Wohnungsdurchsuchungen in Mannheim und im Rhein-Neckar-Kreis festgenommen worden. Dabei hatten Beamte in einem Anwesen in Plankstadt eine Kalaschnikow samt Munition sichergestellt. Die vollautomatische Waffe fällt unter das Kriegswaffenkontrollgesetz. Am Freitag wurde Haftbefehl gegen die drei Verdächtigen erlassen. Am späten Samstagabend folgte die Festnahme des 53-Jährigen und damit die fünfte Festnahme und der vierte Haftbefehl.

Eine weitere Wohnungsdurchsuchung und eine vierte Festnahme am Freitagabend in Mannheim hatte die Polizei nicht weitergebracht. Der am Freitag in Mannheim festgenommene Mann sei am frühen Samstagmorgen wieder auf freien Fuß gesetzt worden, sagte der LKA-Sprecher. Demnach gibt es keinen Zusammenhang zwischen ihm und dem unter Terrorverdacht stehenden Verdächtigen.

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