Neue Studie zur Mundhygiene : Zähneputzen könnte das Herz besser schützen als gedacht

Dreimal oder öfter am Tag die Zähne putzen, könnte laut einer Studie einen positiven Effekt auf die Herzgesundheit haben.
Dreimal oder öfter am Tag die Zähne putzen, könnte laut einer Studie einen positiven Effekt auf die Herzgesundheit haben.

Menschen, die sich dreimal am Tag die Zähne putzen, könnten ein geringeres Risiko für Herzrhythmusstörungen haben.

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03. Dezember 2019, 07:01 Uhr

Seoul | Regelmäßiges Zähneputzen ist nicht nur wichtig, um Karies oder Parodontitis zu vermeiden – es könnte auch das Herz schützen. Das legt zumindest eine südkoreanische Studie nahe, deren Ergebnisse im Fachblatt "European Journal of Preventive Cardiology" veröffentlicht wurden. Demnach haben Menschen, die sich mindestens dreimal am Tag die Zähne putzen, ein geringeres Risiko für Herzrhythmusstörungen und Herzinsuffizienzen.

Der Zusammenhang zwischen Zahnhygiene und einer Reihe von Krankheiten ist schon seit längerem bekannt – etwa bei Lungen- und Herzentzündungen, Erektionsstörungen, Herzinfarkten und Schlaganfällen.

Geringeres Risiko für Vorhofflimmern und Herzinsuffizienz

Eine weitere mögliche Verbindung zeigt nun die Studie der südkoreanischen Ewha-Frauenuniversität. Sie ergab, dass Teilnehmer, die sich dreimal oder öfter am Tag die Zähne putzten, ein um zehn Prozent geringeres Risiko für Vorhofflimmern und ein um zwölf Prozent vermindertes Risiko für Herzinsuffizienz hatten als jene mit einer schlechteren Mundhygiene. Wie die Wirkung zustande kommen könnte, beantwortet die Untersuchung nicht.


Die Autoren räumen ein, dass die Analyse nur auf Daten aus einem einzigen Land beruht und als reine Beobachtungsstudie keine Ursachen aufzeigen kann. Es sei zu früh, um Zähneputzen zur Vorbeugung von Vorhofflimmern und Herzinsuffizienzen zu empfehlen, erklären Mediziner in einem Kommentar zu der Analyse. Zunächst seien weitere Analysen nötig.

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