"Unglaubliche Szenen" : Nach Unfall auf A1: Polizei stellt Gaffer mit Fotos an Pranger

Die Polizei Dortmund hat Fotos von Gaffern ins Netz gestellt. Die Beamten zeigten sich entsetzt über das Verhalten der Gaffer.
Die Polizei Dortmund hat Fotos von Gaffern ins Netz gestellt. Die Beamten zeigten sich entsetzt über das Verhalten der Gaffer.

Dortmunder Polizeibeamte sind entsetzt: Etwa 50 Gaffer filmten eine Unfallstelle auf der A1.

von
08. Februar 2019, 12:41 Uhr

Dortmund | Nach einem schweren Verkehrsunfall mit Schwerverletzten auf der Autobahn 1 hat die Dortmunder Polizei das Verhalten zahlreicher Gaffer scharf kritisiert. Während des Rettungseinsatzes nach dem Unfall mit vier Lastwagen am Donnerstag unweit der Anschlussstelle Kamen-Zentrum hätten sich auf der Gegenfahrbahn "unglaubliche Szenen" abgespielt, berichtete die Polizei am Freitag.

"Dutzende Verkehrsteilnehmer, insbesondere Lkw-Fahrer, präsentierten ein offenkundig erkenntnisfreies Verhalten." Polizei Dortmund

"Sinnlos und rücksichtslos"

Beim Vorbeifahren zückten demnach zahlreiche Fahrer ihre Smartphones und fotografierten beziehungsweise filmten, wie die Rettungskräfte an der Unfallstelle mit der Befreiung und Versorgung der Eingeklemmten und Verletzten beschäftigt waren. Das "sinnlose und rücksichtslose Verhalten der Gaffer" führte laut Polizei auf der Gegenfahrbahn zu Beinaheunfällen, die nur durch die schnelle Reaktion anderer Fahrer verhindert wurden.

Foto: Polizei Dortmund
Polizei Dortmund
Foto: Polizei Dortmund

Beamte fotografierten an der Unfallstelle rund 50 Gaffer, die sich nun mit Strafanzeigen unter anderem nach Paragraf 201a des Strafgesetzbuchs ("Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereich durch Bildaufnahmen") auseinandersetzen müssen. Laut Polizei könnten einigen von ihnen ein Bußgeld von bis zu 150 Euro, ein Monat Fahrverbot und ein Punkt in Flensburg drohen.

Darum geht's im MEDIENPROJEKT von SVZ und NNN

Etwa 65.000 Schüler und Lehrer allein in unserem Verbreitungsgebiet erhalten in einem gemeinsamen Projekt der Zeitungsverlage und des MV-Bildungsministeriums bis zum Jahresende kostenlosen Zugang zu den Newsportalen. Fragen Sie an den Einrichtungen ihrer Kinder nach den Bedingungen und Login-Daten, die Sie auch in der Familie nutzen können.
Was bewegt die Schüler ab Klasse 5 bis hinauf in die Gymnasien und Berufsschulen unseres Landes? Was passiert in ihrem Umfeld, in Deutschland und der Welt? Wie können seriöse Nachrichten von Fake News unterschieden werden?
Die Schweriner Volkszeitung und die Norddeutschen Neuesten Nachrichten bieten den Schülern die aktuellsten Berichte, liefern in einem speziellen Dossierbereich "Diskussionsstoff" für den Unterricht und möchten mit ihnen in Austausch kommen.
 
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen