Armbanduhr einer Sozialdemokratin : Nach Rolex-Foto: Shitstorm gegen SPD-Politikerin Sawsan Chebli

Vier Jahre alt ist dieses Foto von Sawsan Chebli, damals stellvertretende Sprecherin des Außenministeriums. Foto: dpa/Michael Hanschke
Vier Jahre alt ist dieses Foto von Sawsan Chebli, damals stellvertretende Sprecherin des Außenministeriums. Foto: dpa/Michael Hanschke

"Man muss nicht arm sein, um gegen Armut zu sein", schreibt der FDP-Vorsitzende Christian Lindner.

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22. Oktober 2018, 11:07 Uhr

Berlin | Die Berliner Staatssekretärin Sawsan Chebli (40, SPD) ist wegen einer Luxusuhr in einen Shitstorm geraten. Mit Hinweis auf ein vier Jahre altes Foto, auf dem sie eine Rolex trägt, wird ihr in den sozialen Medien Verschwendung von Steuergeldern vorgeworfen. Ein Facebook-User postete eine Fotomontage, der zur Folge die Uhr 7300 Euro kostet und schrieb dazu: "Alles was man zum Zustand der deutschen Sozialdemokratie 2018 wissen muss."

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Chebli konterte: "Wer von Euch Hatern (Hassern) hat mit 12 Geschwistern in 2 Zimmern gewohnt, auf dem Boden geschlafen&gegessen, am Wochenende Holz gehackt, weil Kohle zu teuer war? Wer musste Monate für Holzbuntstifte warten? Mir sagt keiner, was Armut ist. #Rolex"

Am Montag deaktivierte Chebli ihren Facebook-Account wegen einer Vielzahl von Hass-Nachrichten. "Mein Facebook-Account hat sich zu einem Tummelplatz für Nazis und Extremisten aller Couleur entwickelt", sagte die SPD-Politikerin der "Bild"-Zeitung. "Hunderte, manchmal waren es sogar tausende Hassbotschaften unter einem Post. Und zwar unabhängig vom Inhalt. Egal, was ich gepostet habe, es wurde mit Hass und Hetze reagiert."

Solchen Leuten wolle sie keine Plattform mehr bieten, so Chebli. "Deshalb habe ich mich entschieden, vorerst meinen Facebook-Account zu deaktivieren. Ob und wann ich wieder online gehe, kann ich Stand heute nicht sagen." Chebli war auf Facebook wie auch auf Twitter sehr aktiv und will ihre Äußerungen in diesen sozialen Netzwerken als privat verstanden wissen. Bei Twitter bleibt sie präsent.

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Die SPD-Politikerin bekommt aber auch viel Zuspruch. Zahlreiche User beurteilen die Kritik als "typisch deutschen Neid" oder schreiben, dass bei einem Mann niemand nach der Uhr fragen würde.

Hashtag #Rolex trendet auf Twitter

"Was @SawsanChebli im Öffentlichen Dienst verdient, ist bekannt. Über ihre Arbeit kann man demokratisch entscheiden", schrieb FDP-Vorsitzender Christian Lindner bei Twitter. "Was sie mit ihrem verdienten Geld privat macht, geht niemanden etwas an. Soll sie doch x #Rolex tragen. Man muss nicht arm sein, um gegen Armut zu sein."

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Chebli, gebürtige Berlinerin, kommt aus einer palästinensischen Familie. Sie war von 2014 bis 2016 stellvertretende Pressesprecherin des Auswärtigen Amts und ist jetzt Berlins Bevollmächtigte beim Bund und Staatssekretärin für Bürgerschaftliches Engagement und Internationales.

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