Unfall auf der Elbe : Spektakuläres Foto: So rammte der Containerfrachter das historische Segelschiff

Rettungskräfte grenzten den Unfallort auf der Elbe ein.
Rettungskräfte grenzten den Unfallort auf der Elbe ein.

Hamburgs letztes verbliebenes Seeschiff aus der Ära des Holzschiffbaus ist gesunken.

von
10. Juni 2019, 16:14 Uhr

Stade | Bei der Kollision des historischen Segelschiffs "No 5 Elbe" mit einem Containerschiff sind am Samstag acht Menschen verletzt worden. Unter den Leichtverletzten seien auch zwei Kinder, teilte die Hamburger Polizei am Sonntag mit. Zunächst war von fünf Verletzten die Rede gewesen. Ein Foto auf der Facebook-Seite der Freiwilligen Feuerwehr in Stade zeigt den spektakulären Zusammenprall:

Der Lotsenschoner war mit Passagieren unterwegs auf einer Ausflugsfahrt. Das historische Holzschiff von 1883 war erst Ende Mai nach einer aufwendigen Restaurierung für rund 1,5 Millionen Euro in den Hamburger Hafen zurückgekehrt und konnte für Ausflugsfahrten gebucht werden.

Trügerische Idylle: Ein Regenbogen über der Elbe, in die das historische Schiff versunken ist. Foto: dpa/Bodo Marks
dpa/Bodo Marks
Trügerische Idylle: Ein Regenbogen über der Elbe, in die das historische Schiff versunken ist. Foto: dpa/Bodo Marks

Nach Angaben der Polizei kollidierte die "No 5 Elbe" gegen 14.30 Uhr ungefähr auf Höhe Stadersand mit dem 141 Meter langen Containerschiff "Astrosprinter", das unter zypriotischer Flagge in Richtung Nordsee unterwegs war. Zum Hergang des Unfalls konnte die Polizei bislang noch keine Auskunft geben.

43 Menschen an Bord

An Bord des Segelschiffes waren 43 Personen, die von der Stader Feuerwehr und weiteren Helfern in Sicherheit gebracht wurden. Der historische Schoner konnte nicht mehr zum Ufer geschleppt werden. Er sank im Mündungsbereich des Flusses Schwinge. Das Containerschiff setzte seine Fahrt zunächst fort. Die Polizei führt Ermittlungen zum Unfallhergang an Bord.

Der 37 Meter lange Gaffelschoner ist Hamburgs letztes verbliebenes Seeschiff aus der Ära des Holzschiffbaus. Er lief 1883 auf der Werft von H.C. Stülcken auf Steinwerder vom Stapel. 2002 erwarb die Stiftung Hamburg Maritim das Schiff in Seattle und brachte es wieder zurück nach Hamburg. Hier nahm das Traditionsschiff an Veranstaltungen wie dem Hafengeburtstag teil und wurde für Ausfahrten genutzt. Zuletzt lag es acht Monate in einer dänischen Werft und erhielt unter anderem neue Außenplanken und einen neuen Achtersteven.



zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen