"Regina Seaways" : Nach Feuer: Ostsee-Fähre läuft in Litauer Hafen ein

Auf einer Fähre von Kiel soll es eine Explosion gegeben haben. Das Bild zeigt einen früheren Rettungseinsatz auf einer Fähre. Foto: imago/ZUMA Press/Eurokinissi
Auf einer Fähre von Kiel soll es eine Explosion gegeben haben. Das Bild zeigt einen früheren Rettungseinsatz auf einer Fähre. Foto: imago/ZUMA Press/Eurokinissi

Alle 330 Passagiere seien wohlauf, sagte ein Sprecher Reederei DFDS.

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02. Oktober 2018, 22:05 Uhr

Kiel/Kopenhagen | Mit rund fünf Stunden Verspätung ist die von einem Maschinenschaden betroffene Ostsee-Fähre "Regina Seaways" im litauischen Hafen Klaipeda angekommen. "Alle Passagiere sind wohlauf", sagte der Sprecher der Reederei DFDS in Kopenhagen, Gert Jakobsen, der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag.

Auf der Ostsee-Fähre von Kiel nach Klaipeda mit knapp 300 Passagieren an Bord war am Mittag nach einem Maschinenschaden ein Feueralarm ausgelöst worden. Ein offenes Feuer hatte es laut dem Sprecher aber nicht gegeben. Etwa zwei Stunden später meldete das litauische Verteidigungsministerium, dass der Brand gelöscht sei.

"Alle Menschen sind gesund und munter, sie sind alle auf dem Schiff, es gibt keine Panik, keine Verletzten", sagte Eugenijus Valikovas von der Seenotrettungsleitstelle der litauischen Armee am Nachmittag der Agentur BNS.

Evakuierung nicht nötig

Die Fähre "Regina" des dänischen Betreibers DFDS hatte Kiel am Montag verlassen. Als das Feuer ausbrach, war das Schiff noch etwa 110 Kilometer von seinem Zielort, dem litauischen Hafen Klaipeda, entfernt. Die litauische Armee schickte nach eigenen Angaben sofort einen Hubschrauber zu der Fähre. Später sollten vier Marine-Schiffe eintreffen, um bei Bedarf die Passagiere an Bord zu nehmen.

Eine Evakuierung sei laut dem Reeder nicht nötig gewesen, die Situation unter Kontrolle. An Bord waren auch Autos und Lastwagen. Russische Medien schrieben unter Berufung auf örtliche Behörden, dass vier bis fünf Meter hohe Wellen die Arbeiten erschwerten. Der Besatzung sei es gelungen, einen Dieselgenerator in Gang zu setzen, um die Räume in der Fähre zu lüften. Außerdem wollte die Crew versuchen, einen Motor zu starten, damit das Schiff nicht länger manövrierunfähig ist.

Nach Informationen des Echtzeit-Schiffanzeigers "Marinetraffic" befand sich die Fähre zum Zeitpunkt des Zwischenfalls an folgender Stelle:

Das rote Symbol zeigt den Aufenthaltsort der Fähre in der Ostsee. Foto: Screenshot bearbeitet: NOZ/Google Earth
Screenshot bearbeitet: NOZ/Google Earth
Das rote Symbol zeigt den Aufenthaltsort der Fähre in der Ostsee. Foto: Screenshot bearbeitet: NOZ/Google Earth


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