Fund auf Acker am Niederrhein : Münzschatz aus der Römerzeit gibt Archäologen Rätsel auf

Sortierte Münzen aus dem Münzschatz am Niederrhein.
Sortierte Münzen aus dem Münzschatz am Niederrhein.

Hobby-Schatzsucher entdecken wertvolle Münzen aus der Römerzeit auf einem Acker am Niederrhein.

svz.de von
12. Oktober 2018, 12:49 Uhr

Mönchengladbach | Auf einem Acker am Niederrhein sind Schatzsucher auf mehr als 1200 Münzen aus der späten Römerzeit gestoßen. Der Fund gibt den Archäologen Rätsel auf.

Das Kupfer-Kleingeld stammt aus dem 4. und 5. Jahrhundert, wie der Landschaftsverband am Freitag mitteilte. Die ehrlichen Finder hatten die Münzen mit Metalldetektoren auf einem Acker in Mönchengladbach entdeckt. Mittlerweile wurden über 1200 antike Geldstücke geborgen.

Als das Kleingeld damals versteckt wurde, hatte es den Angaben nach einen Wert von sieben Tageslöhnen eines Arbeiters. Das war zum Ende der Römerzeit, als es schon viele Ansiedlungen von den Franken gab.

Lob für ehrliche Finder

Warum das Geld aber nicht wieder abgeholt wurde, ist eine der Fragen, die sich die Wissenschaftler stellen. Nachdem zu den Römern bisher vor allem am Rhein geforscht wurde, lenke der Fund den Fokus auf das Hinterland, teilte das Rheinische Amt für Bodendenkmalpflege mit.

Die zwei Finder des Münzschatzes: Marcel Spreyer (l.) und Matthias Budzicki.
Christophe Gateau/dpa
Die zwei Finder des Münzschatzes: Marcel Spreyer (l.) und Matthias Budzicki.

"Man darf wohl am Ende der römischen Herrschaft hier im Rheinland dramatische Ereignisse vermuten, wenn jemand sein Geld versteckt und es nicht wieder abholt", sagte Nordrhein-Westfalens Heimatministerin Ina Scharrenbach (CDU). Sie lobte das Verhalten der beiden ehrlichen Finder: Die Männer seien nicht nur offiziell lizensierte Schatzsucher. "Sie hatten auch den Landwirt vor ihrer Suchaktion auf dessen Acker nach Erlaubnis gefragt." Mit ihrem Fund hätten sie "neues Wissen über unsere Heimat entdeckt".


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