Mögliche Tatwaffe aus Pinneberg? : Bericht: Neue Spur im Mordfall Lübcke führt nach Schleswig-Holstein

Walter Lübcke wurde am 2. Juni auf der Terrasse seine Wohnhauses erschossen.
Walter Lübcke wurde am 2. Juni auf der Terrasse seine Wohnhauses erschossen.

Im Fall des erschossenen Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke führt eine neue Spur nach Schleswig-Holstein.

maximillian_4317.jpg von
15. Oktober 2019, 09:52 Uhr

Kassel | Die Ermittler im Mordfall Walter Lübcke verfolgen offenbar eine neue Spur in Norddeutschland. Wie das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) berichtet, hat die Bundesanwaltschaft Akten zum mutmaßlichen Mörder Stephan E. aus Schleswig-Holstein angefordert. Demnach soll untersucht werden, ob die mögliche Tatwaffe ursprünglich von der Terrorgruppe „Combat 18 Pinneberg“ stammte.

Weiterlesen: Mordfall Walter Lübcke: Verdächtiger stand schon in Norddeutschland vor Gericht

In Schleswig-Holstein ist Stephan E. bereits aktenkundig. Am 5. April 2003 war der Rechtsextremist in eine gewalttätige Auseinandersetzung während einer Demonstration gegen eine Wehrmachtausstellung in Neumünster verwickelt. E. wurde wegen Körperverletzung und Beleidigung zu einer Geldstrafe verurteilt. Organisator der Demonstration war der damalige NPD-Landeschef und das „Combat 18 Pinneberg“-Mitglied Peter Borchert.

Bei einer Razzia in etwa 50 Wohnungen und Treffpunkten der rechten Gruppe „Combat 18 Pinneberg“ im Oktober 2003 wurden auch vier „Rossi“-Revolver, die baugleich mit der Mordwaffe aus Kassel sind, sichergestellt.

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