Mohamadou Idrissou : Ex-Bundesligaprofi sitzt in österreichischer Abschiebehaft

Mohamadou Idrissou spielte in Deutschland unter anderem für den 1. FC Kaiserslautern.
Mohamadou Idrissou spielte in Deutschland unter anderem für den 1. FC Kaiserslautern.

Mohamadou Idrissou hatte es bis in den deutschen Spitzenfußball geschafft. Nun droht ihm in Österreich die Abschiebung.

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15. Dezember 2019, 12:09 Uhr

Leoben | Der frühere Fußball-Bundesligaprofi und WM-Teilnehmer Mohamadou Idrissou sitzt in Österreich in Abschiebehaft. Das bestätigte am Samstag der Obmann des österreichischen Viertligisten DSV Leoben, Edi Lieber. Beim DSV Leoben hatte der 39-jährige Kameruner im Sommer angeheuert. Zuvor hatte die "Kronen Zeitung" über den Vorgang berichtet.

Unbekannter Vorfall in Vergangenheit

Idrissou hätte bei dem Amateurverein spielen und nebenher einer Arbeit nachgehen sollen, sagte Clubchef Lieber der Deutschen Presse-Agentur. Dafür hatte der Stürmer auch schon ein Stellenangebot und eine Arbeitsbewilligung. Allerdings habe er kein Aufenthaltsvisum erhalten. Das habe mit einer Sache aus Idrissous Vergangenheit in Deutschland zu tun, sagte Lieber, ohne Details zu nennen.

Idrissou sei seit September immer wieder nach Deutschland gereist, wo auch seine Kinder leben. Bei seiner jüngsten Rückreise nach Österreich sei er dann in Haft genommen worden. Leoben-Obmann Lieber sagte, er sehe keine Möglichkeit, seinem Spieler in dieser Situation zu helfen: "Das tut mir leid für ihn, er war so lange in Europa."

Mohamadou Idrissou jubelt im Jahr 2014 nach einem Treffer für Kaiserslautern. Foto: dpa
dpa
Mohamadou Idrissou jubelt im Jahr 2014 nach einem Treffer für Kaiserslautern. Foto: dpa


Idrissou absolvierte 139 Bundesligaspiele (27 Tore) und kam zudem in 164 Partien (68 Treffer) in der 2. Liga zum Einsatz. Nach Stationen in Hannover, Duisburg, Freiburg, Mönchengladbach, Eintracht Frankfurt und Kaiserslautern spielte er für israelische und mazedonische Klubs. Bei der WM 2010 lief Idrissou für Kamerun auf. Im Jahr 2015 wechselte er zum damals fünfklassigen KFC Uerdingen in Krefeld und spielte danach bei kleinen Vereinen in Österreich. Lieber sagte: "Wir hatten so eine Freude - da bietet sich jemand an, der uns weiterbringen kann, und dann endet das so."

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