Kampf gegen Pandemie : Mögliche Corona-App nun doch mit dezentraler Speicherung?

In der Diskussion steht eine Corona-Warn-App in Deutschland.
In der Diskussion steht eine Corona-Warn-App in Deutschland.

Teils hitzig wird über eine Corona-App diskutiert. Gegner kritisieren die Möglichkeit einer zentralen Speicherung.

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26. April 2020, 10:31 Uhr

Berlin | In der Diskussion um die Entwicklung einer Corona-Warn-App ist die Bundesregierung nach den Worten von Kanzleramtschef Helge Braun auf dezentralisierte Speicherung der Nutzerdaten eingeschwenkt. Im Gespräch mit dem ARD-Hauptstadtstudio ließ Braun am Samstagabend den Kurswechsel erkennen. Man werde nunmehr "eine dezentralisierte Architektur vorantreiben, die die Kontakte nur auf den Geräten speichert und damit Vertrauen schafft". Bisher war stets von einer zentralisierten Variante die Rede.

Weiterlesen: Alle Entwicklungen zur Corona-Krise im Liveblog

Zuletzt hatte das Bundesgesundheitsministerium erklärt, es bevorzuge eine zentrale Speicherung der Nutzerdaten. Das sei wichtig, um die Entwicklung der Epidemie besser verfolgen zu können, hieß es. Zu klären sei auch, wer dann über die Daten verfügen solle.

Ansteckungen eindämmen

Die Behörden führen derzeit mit Google und Apple Gespräche über eine entsprechende App, die helfen soll, die Ansteckungen einzudämmen, wenn die Ausgehbeschränkungen gelockert werden. Sie soll erfassen, welche Smartphones einander nahegekommen sind – und Nutzer warnen, wenn sich später herausstellt, dass sie sich neben infizierten Personen aufgehalten hatten. Eine solche App würde auf das Smartphone aufgespielt, das dann über Bluetooth mit anderen Smartphones kommuniziert.

Hören Sie hierzu passenden unseren Podcast "Coronaland":

Der möglichst flächendeckende Einsatz einer Warn-App könnte die Nachverfolgung von Corona-Infektionsketten erleichtern – auch weil dann gezielter Kontaktpersonen getestet würden.

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