IS verantwortlich : Mindestens 54 Tote bei Angriff von Rebellen in Mali

Deutsche Soldaten sind im westafrikanischen Land stationiert und sollen für Sicherheit sorgen.
Deutsche Soldaten sind im westafrikanischen Land stationiert und sollen für Sicherheit sorgen.

Immer wieder kommt es im westafrikanische Land Mali zu schweren Zusammenstößen mit gewaltbereiten Islamisten.

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03. November 2019, 10:42 Uhr

Bamako | Bei einem Überfall mutmaßlicher Islamisten auf einen Armee-Stützpunkt im Süden Malis sind mindestens 53 Soldaten und ein Zivilist ums Leben gekommen. Das teilte ein Regierungssprecher am Samstag mit. Nach Angaben der Streitkräfte ist die Lage wieder unter Kontrolle. Der Angriff auf den Stützpunkt im Gebiet Indelimane an der Grenze zum Nachbarland Niger habe am frühen Freitag stattgefunden.

Zuletzt waren Anfang Oktober mindestens 38 malische Soldaten bei einem Angriff mutmaßlicher Islamisten auf zwei Armeestützpunkte nahe der Grenze zu Burkina Faso ums Leben gekommen.

Unruhige Lage in Mali

Die EU zeigte sich angesichts des jüngsten Angriffs solidarisch mit Mali und den Betroffenen. "Unsere Gedanken sind bei den Opfern und ihren Verwandten", sagte eine Sprecherin der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini am Samstag. Die EU stehe im Kampf gegen die Gewalt an der Seite der Regierung und des malischen Volkes. Die Stabilität Malis und der gesamten Sahelzone sei für die EU eine Priorität.

Frankreichs Präsidentenpalast meldete am Samstagabend außerdem den Tod eines französischen Soldaten. Der Mann sei mit einem gepanzerten Fahrzeug unterwegs gewesen, als er von einer Sprengfalle getötet worden sei. Die Terrormiliz Islamischer Staat reklamierte die Angriffe in den sozialen Netzwerken für sich. Frankreich kämpft in Mali und weiteren Ländern der Sahelzone mit der Truppe "Barkhane" gegen islamistische Terroristen.

In den Staaten der Sahelzone - einem Gebiet, das sich südlich der Sahara vom Atlantik bis zum Roten Meer erstreckt - sind etliche bewaffnete Gruppen aktiv, einige haben dem Islamischen Staat oder Al-Kaida die Treue geschworen. Vor allem in Mali sowie in den angrenzenden Ländern Burkina Faso und Niger kommt es immer wieder zu Angriffen und Anschlägen. In Mali beteiligen sich bis zu 1100 Bundeswehrsoldaten an einem UN-Stabilisierungseinsatz sowie an der Ausbildung malischer Soldaten.

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