Bis zu 140 Stundenkilometer schnell : Militärparade in Paris: "Fliegender Mann" stiehlt allen die Show

Eine Höhe von 150 Metern kann das Flyboard erreichen.
Eine Höhe von 150 Metern kann das Flyboard erreichen.

Nicht nur beim Militär, auch im Rettungswesen und der Industrie könnte das sogenannte Flyboard zum Einsatz kommen.

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14. Juli 2019, 20:11 Uhr

Paris | Ein einzelner Mensch auf einer fliegenden Mini-Plattform ist die Attraktion bei der traditionellen Militärparade zum 14. Juli in Paris geworden. Der französische Jetski-Rennfahrer Franky Zapata flog mit dem sogenannten Flyboard Air am Sonntag über die Champs-Elysées. Dem Spektakel wohnten auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und andere EU-Staats- und Regierungschefs bei, die der französische Präsident Emmanuel Macron zu der Parade eingeladen hatte.


Bis zu 140 Stundenkilometer schnell

Das Flyboard weckt schon seit längerem das Interesse des Militärs: Angetrieben wird es durch fünf Miniatur-Düsentriebwerke, mit denen es navigiert werden kann. Auch das reglose Verharren in der Luft ist möglich. Das Flyboard Air fliegt derzeit nach Angaben des Herstellers bis zu 140 Stundenkilometer schnell, erreicht eine Höhe von 150 Metern und kann eine Nutzlast von 100 Kilogramm tragen.

Noch befindet sich das Flyboard in der Entwicklung. Foto: imago images / Xinhua
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Noch befindet sich das Flyboard in der Entwicklung. Foto: imago images / Xinhua

Dabei kann das Gerät bis zu zehn Minuten in der Luft bleiben und hat eine maximale Reichweite von vier Kilometern, bevor der Kerosinvorrat an Bord verbraucht ist. Es befindet sich aber noch in der Entwicklung. Die Firma strebt unter anderem ein Tempo von 200 Stundenkilometern, eine Flugzeit von 30 Minuten sowie Flughöhen von 3000 Metern an.

Fliegende Plattform für Scharfschützen

Bereits im November hatte das Flyboard einen Auftritt bei einer vom französischen Verteidigungsministerium organisierten Konferenz in Paris, bei der es um Innovationen im Militärbereich ging. Dabei diente es als fliegende Plattform für einen Scharfschützen, der den Vorstoß von Kommandoeinheiten absicherte, die bei der Übung von Booten auf der Seine aus vordrangen.

Auch im Rettungswesen könnte das Flyboard nützlich sein. Foto: imago images / Xinhua
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Auch im Rettungswesen könnte das Flyboard nützlich sein. Foto: imago images / Xinhua

Bekannt aus dem Wassersport

Hinter dem Flyboard steckt Jetski-Weltmeister Zapata. Das von ihm gegründete Unternehmen baute zunächst die sogenannten Flyboards für den Wassersport – kleine Plattformen mit Wasserdruckdüsen, mit denen sich Menschen in die Luft erheben können. Ab 2016 begann die in Marseille ansässige Firma dann mit der Entwicklung des Flyboard Air.

Einsatz im Rettungswesen denkbar

Auch eine Vermarktung des Fluggeräts für Einsätze etwa im Rettungswesen oder in der Industrie ist vorgesehen. Für seine Erfindung rührt Zapata derzeit kräftig die Werbetrommel. Beim Rennen der Formel 1 im französischen Le Castellet im Juni flog der Firmenchef öffentlichkeitswirksam den Siegerpokal ein. Am 25. Juli will er mit seinem Flyboard den Ärmelkanal zwischen Frankreich und Großbritannien überqueren. Das Flyboard Air soll dafür zum ersten Mal überhaupt während des Flugs in der Luft betankt werden.

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