Nach Rücktritt von Meghan und Harry : Krisensitzung zum "Megxit": Queen ruft Familie zusammen

Es kriselt in London: Die Queen hat ihre Familie zu einem Treffen einberufen.
Es kriselt in London: Die Queen hat ihre Familie zu einem Treffen einberufen.

Queen Elizabeth II. kommt mit Prinz Harry zu einem Krisentreffen zusammen. Auch Charles und William sollen teilnehmen.

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13. Januar 2020, 08:23 Uhr

London | Die britische Königin Elizabeth II. (93) hat Berichten zufolge mehrere Familienmitglieder zu einer Krisensitzung auf ihrem Landsitz Sandringham einberufen. Das berichten unter anderem die Nachrichtenagentur PA und die BBC. Das Treffen soll demnach am Montag stattfinden.

"Megxit" hat Folgen

Anlass für das Krisengespräch ist die Ankündigung Prinz Harrys (35) und Herzogin Meghans (38), von ihrer Rolle als "Senior Royals" zurückzutreten – dem sogenannten "Megxit" – und künftig mehr Zeit in Nordamerika zu verbringen. Die beiden wollen zudem "finanziell unabhängig" werden.

Teilnehmen an dem Gespräch sollen Thronfolger Prinz Charles (71), Prinz William (37) und Harry. Meghan werde sich möglicherweise telefonisch zuschalten, berichtete die BBC. Sie hält sich derzeit in Kanada auf.

Enttäuschung und Ärger bei Königsfamilie

Der angekündigte Rückzug des royalen Glamour-Paares hatte in Großbritannien für erheblichen Wirbel gesorgt. Der Schritt war nicht mit der Königsfamilie abgestimmt und soll dort für viel Enttäuschung und Ärger gesorgt haben. Unklar ist, was genau die Folge sein wird, denn die beiden wollen sich nicht komplett von den Royals lossagen.

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Den Berichten zufolge sollen mehrere Optionen bei dem Treffen diskutiert werden. Dabei soll es unter anderem um die Frage gehen, wie künftig für die Sicherheit von Harry und Meghan und ihrem acht Monate alten Sohn Archie gesorgt werden soll, wenn sie sich in Nordamerika aufhalten.

Foto: dpa/Toby Melville/PA Wire
picture alliance/dpa
Foto: dpa/Toby Melville/PA Wire


Geklärt werden muss auch, bei welchen Anlässen das Paar noch öffentlich für die Royals auftreten wird. Auf die Anrede "Königliche Hoheit" müssen die beiden den Berichten zufolge möglicherweise in Zukunft verzichten. Auch das Thema Geld wird wohl auf den Tisch kommen: Harry erhält laut der BBC jedes Jahr von seinem Vater Charles mehrere Millionen Pfund. Das Königshaus dürfte sehr genau darauf achten, auf welche Weise er in Zukunft ein eigenes Einkommen generieren will.

Auf der Suche nach schnellen Lösungen

Aus Palastkreisen hieß es, die Queen wolle innerhalb von Tagen eine umsetzbare Lösung für die beiden finden. Dem "Telegraph" zufolge soll noch vor dem nächsten öffentlichen Auftritt Harrys am Donnerstag eine Entscheidung her – "Sandringham-Showdown, um die Zukunft der Sussexes zu entscheiden" titelte das Blatt am Sonntag. Harry und Meghan sind in England auch als Herzog und Herzogin von Sussex bekannt.

Die "Sunday Times" berichtete unter Berufung auf einen Freund von Prinz William, Harrys großer Bruder sei traurig über die Entwicklung. "Ich habe mein Leben lang den Arm um meinen Bruder gelegt und das kann ich nicht mehr tun, wir sind getrennte Einheiten", sagte William demnach.

Royal-Fans: "Es muss furchtbar sein"

Enttäuschung, aber auch Verständnis zeigten am Sonntag Anhänger des Königshauses, die in Norfolk in der Nähe der Kirche warteten, wo die Queen zum Gottesdienst erwartet wurde. Die 70 Jahre alte Jean Acton sagte der Nachrichtenagentur PA, die Pläne der jungen Royals seien für Elizabeth ein Schlag ins Gesicht. "Sie tut mir sehr leid. Es muss furchtbar sein", sagte die Anwohnerin aus dem nahen Fakenham. Christine Burton (68) aus Tydd St Mary sagte zu dem Treffen: "Ich hoffe, dass es die Familie nicht spaltet."

Kate Watkin (31) aus Spalding gab der Öffentlichkeit eine Mitschuld an der Krise. "Ich denke, die Medien und wir selbst als Land haben sie zu dem Schritt gedrängt", sagte Watkin. Wie viele Anhänger der Royals werde auch sie am Montag die Nachrichten gespannt verfolgen: "Alle werden zusehen. Und alle werden ihre Meinung haben."

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