Verdacht der Steuerhinterziehung : Ermittlungen gegen TV-Koch Alfons Schuhbeck

Gegen Alfons Schuhbeck, der auch Koch beim FC Bayern München ist, ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung.
Gegen Alfons Schuhbeck, der auch Koch beim FC Bayern München ist, ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung.

Bei Starkoch Alfons Schuhbeck ist am Dienstag in München die Steuerfahndung zu einer Razzia angerückt.

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26. Juni 2019, 20:32 Uhr

München | Gegen den bekannten Fernsehkoch Alfons Schuhbeck laufen Ermittlungen wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung. Das sagte Schuhbecks Sprecher am Donnerstag in einer Mitteilung. Die Sprecherin der Staatsanwaltschaft München I, Anne Leiding, bestätigte am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur, dass am Vortag eine Razzia stattgefunden habe. Zuerst hatte die "Süddeutsche Zeitung" darüber berichtet.

Steuerhinterziehung in Höhe von einer Million Euro?

"Ich werde sehr eng und sehr offen mit den Behörden zusammenarbeiten, um alle Vorwürfe zu entkräften", sagte Schuhbeck. Er stehe "den Behörden in allen Fragen Rede und Antwort". "Wir sind im engen Dialog, legen alles offen und gehen davon aus, die Vorwürfe entkräften zu können", sagte sein Sprecher.

Laut der "Süddeutschen Zeitung" könnte es bei dem Verdacht der Steuerhinterziehung um eine Summe in Höhe von bis zu einer Million Euro gehen. Die Steuerfahnder hatten mehrere Geschäftsräume von Schuhbeck in der Münchner Innenstadt durchsucht. Die Untersuchungen betreffen nach Angaben Schuhbecks ausschließlich die Münchner-Gastronomiebetriebe am Platzl in der Innenstadt, nicht die sonstigen Unternehmen von Schuhbeck, wie Ladengeschäfte, Party-Service oder die diversen Schuhbeck-Marken.

"Geschäftsbetrieb nicht gefährdet"

Der Betrieb in den betroffenen Räumen laufe unverändert und war auch "während der Vorort-Untersuchung am Dienstag kaum beeinträchtigt", sagte Schuhbecks Sprecher. "Der gesamte Geschäftsbetrieb, aber auch die Zukunft des Unternehmens, sind durch die Ermittlungen nicht gefährdet."

Alfons Schubeck auf der VIP-Tribüne in der Münchner Allianz Arena.
imago images / ActionPictures
Alfons Schubeck auf der VIP-Tribüne in der Münchner Allianz Arena.

Schuhbeck ist einer der bekanntesten Köche und Gastronomen der Republik. Er hat schon die Beatles und Charlie Chaplin bekocht, Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Queen – und immer wieder auch den FC Bayern München. Bei Auswärtsspielen in der Champions League ist Schuhbeck für die Verpflegung der Münchner Profi-Fußballer verantwortlich.

Schon einmal wegen Steuerhinterziehung verurteilt

Schubecks Name ist eine Marke. Der 70-Jährige betreibt ein regelrechtes Gastro-Imperium, zu dem unter anderem drei Restaurants, ein Eissalon und Gewürzläden gehören. Mit seinem Cateringservice beliefert er Großveranstaltungen und Promi-Events. Das Unternehmen dahinter beschäftigt 150 Mitarbeiter. Er wird auch "Platzl-Hirsch" genannt, weil er am Münchner Platzl, wo auch das Hofbräuhaus steht, so viele Restaurants und Geschäfte hat. Am Platzl hat es nun diese Razzia gegeben.

Schuhbeck war 1994 schon einmal im Zusammenhang mit dem Verkauf von Kapitalanlagen wegen Untreue und Steuerhinterziehung verurteilt worden. Damals bekam er ein Jahr auf Bewährung und musste eine Geldstrafe von 250.000 Mark zahlen.

Mit Material von dpa

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