"Beispielloses Ausmaß" : Nach massivem Blackout: Strom in Argentinien und Uruguay fließt wieder

Der Stromausfall hatte Argentinien und Uruguay mitten im Winter getroffen.
Der Stromausfall hatte Argentinien und Uruguay mitten im Winter getroffen.

Für den massiven Stromausfall haben die Behörden noch immer keine Erklärung.

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16. Juni 2019, 14:22 Uhr

Buenos Aires/Montevideo | Nach dem beispiellosen Stromausfall in Argentinien und Uruguay funktioniert die Elektrizitätsversorgung in beiden südamerikanischen Ländern wieder nahezu flächendeckend. Die 47 Millionen Menschen in beiden Staaten hätten praktisch alle wieder Strom, teilten die größten argentinischen Energieversorger Edesur und Edenor sowie ihr uruguayisches Pendant UTE am Sonntagabend (Ortszeit) mit. Die beiden Länder waren bis zu 15 Stunden lang von der massiven Störung betroffen gewesen.

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Der Blackout hatte am Sonntagmorgen um 7.07 Uhr Ortszeit (12.07 MESZ) begonnen, gut 50 Minuten vor Sonnenaufgang. Da auf der Südhalbkugel der Erde gerade der Winter beginnt, wird zum Teil auch mit Strom geheizt. Dafür sind Klimaanlagen seltener im Einsatz als im Sommer.

Tankstellen wurden geschlossen. Foto: AFP/ALEJANDRO PAGNI
Tankstellen wurden geschlossen. Foto: AFP/ALEJANDRO PAGNI

"Beispielloses Ausmaß"

"Es handelt sich um einen nie da gewesenen Fall", schrieb Argentiniens Präsident Mauricio Macri auf Twitter.

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Auch der Unterstaatssekretär für Zivilschutz, Daniel Russo, sagte dem Sender Radio Mitre, dies sei ein Ausfall in einem für Argentinien beispiellosen Ausmaß. Innerhalb des Staatsgebiets blieb nur das an der südlichen Landesspitze gelegene Feuerland von dem Ausfall verschont. Das Versorgungssystem sei wegen Spannungsproblemen automatisch abgeschaltet worden, erklärte Argentiniens Energiestaatssekretär Gustavo Lopetegui auf einer Pressekonferenz. An einem Sonntag ohne extreme Temperaturen verfüge das Netz über eine Stromreserve von 20 Prozent, daher sei die allgemeine Abschaltung ungewöhnlich gewesen. Lopetegui schloss einen Hacker-Angriff nicht aus, das sei aber nicht der Hauptverdacht. Ein Ergebnis der laufenden Untersuchungen werde erst in sieben bis zehn Tagen feststehen.

Auch Teile von Brasilien, Chile und Paraguay betroffen

Züge und U-Bahnen in der Hauptstadt Buenos Aires mussten abrupt gestoppt werden und konnten erst am späten Sonntagabend wieder fahren. Da auch die Ampeln ausfielen, ging es auf den Straßen nicht minder chaotisch zu. Die meisten Krankenhäuser mussten sich über Generatoren versorgen.

Die Innenstadt von Buenos Aires blieb während des Blackouts relativ leer. Foto: AFP/JUAN VARGAS/ NOTICIAS ARGENTINAS
Die Innenstadt von Buenos Aires blieb während des Blackouts relativ leer. Foto: AFP/JUAN VARGAS/ NOTICIAS ARGENTINAS

Der uruguayische Versorger UTE meldete auf Twitter, dass ein Schaden im argentinischen Netz sich auf das Verbundsystem ausgewirkt habe, so dass das eigene Staatsgebiet ganz ohne Strom war. Auch in Teilen Brasiliens und Paraguays kam es zu Stromausfällen.

Uruguay ist mit Argentinien über das gemeinsame Kraftwerk Salto Grande auf dem Uruguay-Fluss verbunden, 350 Kilometer nördlich von Buenos Aires. Paraguay teilt sich mit Argentinien das Kraftwerk Yaciretá auf dem Paraná-Fluss.

Internet funktioniert noch: #SinLuz

Auf Twitter äußerten sich Betroffene unter Hashtags wie #SinLuz (Ohne Licht). Einige zogen Vergleiche zum darniederliegenden Krisenland Venezuela, wo es in jüngster Zeit immer wieder Stromausfälle gab. "Mit (Präsident) Macri sind wir lediglich Venezuela", schrieb ein Nutzer. Andere fragten, wie es sein könne, dass das Internet funktioniere, obwohl kein Strom da sei. Wieder andere mahnten, vorsichtig zu fahren. Ein anderer bat Tesla-Tüftler Elon Musk um Hilfe:

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