250.000 Hektar Baumbestand : Massive Schäden: Große Teile deutscher Wälder sind abgestorben

Nebelschwaden über dem Thüringer Wald bei Sonneberg.
Nebelschwaden über dem Thüringer Wald bei Sonneberg.

Extreme Dürre, Borkenkäfer und auch Stürme haben den Wäldern in Deutschland stark zugesetzt.

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26. Februar 2020, 14:30 Uhr

Berlin | In den deutschen Wäldern haben Trockenheit, Stürme und Käfer größere Schäden angerichtet als bisher angenommen. Nach neuen Daten müssen 245.000 Hektar – zum Vergleich, das Saarland hat eine Fläche von rund 257.000 Hektar – statt der bisher ermittelten 180.000 Hektar aufgeforstet werden, wie das Bundesagrarministerium am Mittwoch mitteilte.

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NRW, Hessen und Thüringen stark betroffen

Zu rechnen sei nach Daten der vergangenen beiden Jahre und Schätzungen für dieses Jahr mit 160 Millionen Kubikmetern Schadholz – bei einer Erhebung im Spätsommer 2019 waren 105 Millionen Kubikmeter errechnet worden. Besonders von Waldschäden betroffen sind demnach Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, Hessen und Thüringen.

Millionenspritze zur Rettung des Waldes

Bund und Länder haben bereits Millionenhilfen besiegelt, um die Wälder aufzuforsten und besser gegen den Klimawandel zu wappnen. Für die kommenden vier Jahre stehen dafür knapp 800 Millionen Euro zusätzlich bereit. Davon stammen rund 480 Millionen Euro vom Bund, den Rest sollen die Länder beisteuern. Unterstützt werden sollen etwa das Herausholen von Schadholz, Wiederaufforstungen und ein weiterer Umbau zu klimaangepassten Mischwäldern.

Hintergrund sind Zerstörungen durch Stürme, Borkenkäfer und die extreme Dürre von 2018. Auch im vergangenen Jahr ist es vielerorts trocken gewesen. Insgesamt gibt es in Deutschland mehr als elf Millionen Hektar Wald.

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