The Voice of Germany 2018 : Singen kann er: Paddy Kellys Debüt bei „The Voice“

Der Neue bei 'The Voice': Wie schlägt sich Michael Patrick Kelly gegen Yvonne Catterfeld, Mark Forster, Michi und Smudo?
Der Neue bei "The Voice": Wie schlägt sich Michael Patrick Kelly gegen Yvonne Catterfeld, Mark Forster, Michi und Smudo?

„The Voice of Germany“ startet – und bejubelt den neuen Coach. Noch bleibt Paddy Kelly gegen Mark Forster eher blass.

von
18. Oktober 2018, 22:35 Uhr

Berlin | Zum Start der achten Staffel rollt Pro Sieben dem Neuen den Teppich aus: Michael Patrick "Paddy" Kelly debütiert als Coach bei „The Voice of Germany“, und alles jubelt. „Eine Legende“ nennt Smudo ihn. Mark Forster spricht von einem „waschechten Superstar“. Yvonne Catterfeld zieht als Maßstab Michael Jackson und die Beatles heran. Dass der Ruhm der Kelly Family immer auch etwas leicht Ambivalentes hatte, traut sich vorerst keiner zu sagen. Nur einmal, als eine Rollenspielerin im Mittelalter-Look auf die Bühne kommt, erinnert Forster sich an Kellys zottelige Vergangenheit: „Gaby, du hast den alten Style von Paddy geklaut!“ ("The Voice" für Rentner: Hier erfahren Sie alles über das neue Spin-off)

Paddy Kelly darf beim „The Voice“-Debüt glänzen

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen relevanten Inhalt einer externen Plattform, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich einfach mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder ausblenden.

 Externen Inhalt laden

Mit Aktivierung der Checkbox erklären Sie sich damit einverstanden, dass Inhalte eines externen Anbieters geladen werden. Dabei können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen

Ansonsten lässt Pro Sieben den Neuen glänzen. Als die Coaches die Show mit einer schönen Version von „Let's Get Started“ eröffnen, darf er als Erster auf die Bühne. Später kommt er noch für zwei weitere Songs nach vorne, öfter als alle anderen. Die Kandidatin Coby bittet er zum John-Denver-Duett. Mit Mark Forster liefert er sich einen Lenny-Kravitz-Cover-Kampf. Kelly gewinnt dabei mit seinem „Are You Gonna Go My Way“ den Kandidaten Matthias. Forster erobert das Publikum. Und das nicht wegen seiner Version von „Fly Away“, sondern weil er einfach lustiger ist. (Samu und Marks "Morgenlatte": Die Geschichte eines legendären "The Voice"-Missverständnisses)

Mark Forster stiehlt Paddy die Show

„The Voice“ ist nicht nur eine Musik-Show, sondern insgeheim eben auch Comedy. Noch wichtiger als die Kandidaten und ihre Stimme ist der Wettstreit, den die Coaches sich um sie liefern. Und keiner beherrscht die Rolle des bettelnden, tricksenden oder einfach nur herumblödelnden Werbers besser als Forster. Wenn die Staffel mit dem Kandidaten Alessandro schmissig beginnt, liegt es weniger an seinen anderthalb Minuten Gesang als an den gut sechs Feedback-Minuten danach. Forster macht sie als mustergültige Rampensau komplett zu seiner Show. Kelly dagegen wirkt beim Debüt noch etwas steif. Selbst bei einer Kandidatin wie Sümeyra, die einen seiner Songs singt und überhaupt nur aus Begeisterung für die Kellys Musik studiert hat, kommt er leicht bürokratisch rüber. Mark Forster ist der einzige Coach, den Pro Sieben nicht nur in der Standard-Version von „The Voice“ einsetzt, sondern auch in der Kids-Ausgabe und in der anstehenden Senioren-Version. Wer diesen Abend gesehen hat, versteht die Gründe.

Günther Kaufmanns Tochter: Anleihen beim Promi-TV

Überhaupt betont der Auftakt die bunten, komischen, sogar boulevardesken Elemente der Show: Smudo neckt die Kollegen mit einer Hupe, Yvonne Catterfeld pfeift mit der Sound-Maschine, und auch die Kandidaten bieten mehr als guten Gesang. Alexander Eder verblüfft mit einer Stimme, die so tief ist, dass niemand den schlanken 19-Jährigen hinter seinem Vorhang vermuten würde. Und „Schlachtfeld-Bardin Melody“ – die Rollenspielerin Gaby – reist mit einem Freundeskreis an, den Smudo zu Recht als Asterix-Dorf bezeichnet. Wenn sie nur nicht so gut singen würde, hätte die Frau auch einen tollen DSDS-Hingucker abgegeben.

Mit Eva Kaufmann räubert Pro Sieben sogar bei den Promi-Formaten: Die 48-Jährige, die sonst in Olching Kaffee verkauft, ist die Tochter des verstorbenen Schauspielers Günther Kaufmann; ein Einspieler erzählt ihre gemeinsame Lebensgeschichte nach, vom frühen Tod ihrer Mutter über Kaufmanns Haft nach einem falschen Geständnis bis hin zur Liebeserklärung an die Tochter kurz vor seinem Tod. Kaufmann ist eine von zwei Kandidatinnen, für die kein Coach den Buzzer drückt; Smudo spricht für alle,wenn er ihren Schlager zu brav findet. Pro Sieben weiß halt, wie man's macht: Selbst langweilige Sänger verwandeln sich bei „The Voice“ in freundliches Entertainment, das keinem wehtut. ("BILD" nennt erste Dschungelcamp-Kandidatin – und entlarvt sich selbst)

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen relevanten Inhalt einer externen Plattform, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich einfach mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder ausblenden.

 Externen Inhalt laden

Mit Aktivierung der Checkbox erklären Sie sich damit einverstanden, dass Inhalte eines externen Anbieters geladen werden. Dabei können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen

Wer ist weiter, wer ist raus?

Neun Kandidaten haben in den ersten 100 Minuten von „The Voice of Germany“ gesungen; so sieht die Team-Aufstellung nach der Auftaktfolge aus:

Team Kelly

  • Sümeyra Stahl (31, Stuttgart) ,
  • Matthias Nebel (26, Frauental, Österreich) ,
  • Gaby Schwager (26, Freising bei München) .

Team Fanta 4

  • Alexander Eder (19, Neuhofen an der Ybbs, Österreich) ,
  • Coby Grant (32, Karlstadt bei Würzburg) .

Team Mark

  • Alessandro Rütten (21, Heinsberg bei Mönchengladbach) .

Team Yvonne

  • Nora Brandenburger (31, Roschbach bei Neustadt an der Weinstraße) .

Nicht weiter bei "The Voice" dabei: Außer Eva Kaufmann hat auch Samantha Krug aus Petershausen die Blind Audition nicht überstanden. Vor ihrem Auftritt durfte die Frau sich über eine Videobotschaft von Rita Ora freuen. Der Star blieb die einzige, die an das Talent der Kandidatin glaubte.

Sendetermin: „The Voice of Germany“ läuft ab dem 18. Oktober 2018 immer donnerstags auf Pro Sieben und ab 21. Oktober 2018 sonntags bei Sat.1, jeweils zur Primetime ab 20.15 Uhr.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen