Mutmaßliche Vergewaltigung auf Mallorca : Bruder des Beschuldigten: "Er hat es nicht nötig, eine Frau zu vergewaltigen"

Zwei der deutschen Touristen, denen vorgeworfen wird, eine 18-Jährige in der mallorquinischen Stadt Cala Ratjada in einem Hotel vergewaltigt zu haben.
Zwei der deutschen Touristen, denen vorgeworfen wird, eine 18-Jährige in der mallorquinischen Stadt Cala Ratjada in einem Hotel vergewaltigt zu haben.

Der Bruder eines Beschuldigten ist von dessen Unschuld überzeugt.

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08. Juli 2019, 12:19 Uhr

Palma de Mallorca | Zwei Männer sitzen wegen einer mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung auf Mallorca in Untersuchungshaft. Das mutmaßliche Opfer, eine 18-jährige Deutsche, zeigte die Männer kurz nach der Tat bei der Polizei an. Zwei weitere Verdächtige wurden nach der Gerichtsentscheidung vom Samstagabend auf freien Fuß gesetzt. Die beiden in Haft sitzenden Männer weisen die Vorwürfe zurück und sprechen von einvernehmlichem Sex.

Familienangehörige von Unschuld überzeugt

Verwandte der Beschuldigten glauben die Vorwürfe offenbar nicht. Die "Bild"-Zeitung zitiert den Bruder des Festgenommenen: "Er hat es nicht nötig, eine Frau zu vergewaltigen." Die Familie hoffe sehnlichst, "dass endlich alles geklärt wird. Er sitzt da zu Unrecht! Wir fordern Unterstützung vom deutschen Staat, damit das alles aufgeklärt wird." Ein Cousin des anderen Mannes sagt, die Situation sei schlimm für die Familie. "Dass solche Vorwürfe jetzt im Raum stehen, schockt uns."

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Demonstrationen auf Mallorca

Frauenrechtsinitiativen auf Mallorca haben derweil zu Protestkundgebungen aufgerufen. Die Proteste sollen zeitgleich am Montag (8.7.) ab 20 Uhr auf dem Rathausplatz in Palma de Mallorca sowie auf der Plaza de Sa Bassa in Manacor stattfinden. "Wir wollen keine Schweigeminuten mehr, wir wollen Taten", heißt es in dem Aufruf auf der Facebook-Seite der Initiative Feministes en Acció. Die Übergriffe gegen Frauen dürften nicht ungesühnt bleiben. Die Initiatoren spielen dabei auf ähnliche Fälle in Spanien an, die weite Teile der spanischen Gesellschaft empört hatten. Das meldet die Mallorca-Zeitung.

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