Übers Internet : MDR erhält Angebot für Schmuckstücke aus Grünem Gewölbe

Knapp zwei Monate nach dem spektakulären Raub wurden nun angebliche Schmuckstücke aus dem Grünen Gewölbe zum Kauf angeboten.
Knapp zwei Monate nach dem spektakulären Raub wurden nun angebliche Schmuckstücke aus dem Grünen Gewölbe zum Kauf angeboten.

Zuvor war bereits eine israelische Sicherheitsfirma von derselben Quelle kontaktiert worden.

von
13. Januar 2020, 09:58 Uhr

Die Polizei prüft ein angebliches Kaufangebot an die Redaktion der MDR-Sendung "Kripo live" für aus dem Dresdner Grünen Gewölbe gestohlenen Schmuck. "Im Moment können wir noch nicht einschätzen, ob das Trittbrettfahrer sind oder ob da was dran ist", sagte ein Sprecher der Polizei in Dresden am Montagmorgen. Der MDR hatte am Sonntagabend über das angebliche Kaufangebot berichtet.

Weiterlesen: Schmuckstücke aus Grünem Gewölbe in Israel angeboten

Dem Bericht zufolge hatte zuvor eine israelische Sicherheitsfirma "über dieselbe verschlüsselte Mailadresse" ein anonymes Kaufangebot über demnach neun Millionen Euro für zwei Schmuckstücke aus dem Grünen Gewölbe erhalten. Im Rahmen der Recherche zu dem Fall habe die Redaktion von "Kripo live" die Mailadresse kontaktiert und schließlich ein drittes Schmuckstück angeboten bekommen. "Auch dafür verlangten die mutmaßlichen Täter die Zahlung von mehreren Millionen Euro in Bitcoins", berichtete der MDR.

Was steckt hinter dem Angebot?

In einer nachfolgenden Mail sei die Forderung plötzlich auf eine deutlich geringere Summe gesunken. Außerdem habe der Anbieter auch grobe räumliche Angaben übermittelt, wo das angebotene Schmuckstück zu finden sei. In einer weiteren Mail sei schließlich mit einer Zerstörung der Juwelen gedroht worden: "Wir werden bald die Diamanten herausschneiden und sie neu schleifen", zitierte die MDR aus der E-Mail der vermeintlichen Diebe.

Undatierte Aufnahme aus dem Schmucksaal im Grünen Gewölbe. Foto. dpa/Staatliche Kunstsammlungen Dresden
dpa/Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Undatierte Aufnahme aus dem Schmucksaal im Grünen Gewölbe. Foto. dpa/Staatliche Kunstsammlungen Dresden


Die Redaktion hat den E-Mail-Wechsel nach eigenen Angaben umgehend an die Sonderkommission "Epaulette" der Dresdner Polizei weitergeleitet. Die Polizei hat demnach darum gebeten, Teile aus den E-Mails, die Täterwissen enthalten könnten, nicht zu verbreiten, und prüft nun den Inhalt des E-Mail-Verkehrs.

Ende November waren Einbrecher durch ein Fenster in das Grüne Gewölbe im Residenzschloss der sächsischen Hauptstadt eingedrungen. Binnen Minuten stahlen sie aus einer Ausstellungsvitrine historischen Juwelenschmuck von großem Wert. Anschließend flohen sie mit einem Auto. Für Hinweise auf die unbekannten Täter wurde eine Belohnung von einer halben Million Euro ausgesetzt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen