Keine Feiern in der Corona-Zeit : Eklige Aktion: Wie eine schwedische Stadt Walpurgisfeste verhindern will

Feiern in der Walpurgisnacht sind während der Corona-Pandemie nicht erlaubt. (Symbolbild)
Feiern in der Walpurgisnacht sind während der Corona-Pandemie nicht erlaubt. (Symbolbild)

Feiern in der Walpurgisnacht – normalerweise kommen bis zu 30.000 Besucher nach Lund. In diesem Jahr nicht.

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29. April 2020, 20:26 Uhr

Lund | Alljährlich am 30. April versammeln sich im Stadtpark der südschwedischen Studentenstadt Lund Tausende junge Menschen zum gemeinsamen Feiern – doch damit soll im Corona-Jahr 2020 Schluss sein. Um Studenten vom Park fernzuhalten und eine größere Menschenansammlung anlässlich der traditionellen Walpurgisnacht zu vermeiden, will die Stadt unter anderem eine Tonne Hühnermist versprühen.

Letztlich wolle man verhindern, dass Lund am Donnerstag zu einer Art Epizentrum neuer Infektionen mit dem Coronavirus werde, sagte der Vorsitzende des städtischen Umweltausschusses, Gustav Lundblad, der Zeitung "Sydsvenskan". "Wir bekommen sowohl die Möglichkeit, die Rasenflächen im Park zu düngen und zugleich wird es ziemlich stinken – dann ist das vielleicht nicht so angenehm, im Park zu sitzen und Bier zu trinken."

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Ähnlich äußerte sich der Gemeinderat Philip Sandberg: "An Walpurgis in einem Park zu sitzen, der nach Hühnermist stinkt und in dem mit Laubbläsern herumgelärmt wird, das ist keine angenehme Erfahrung", schrieb er auf Facebook. Dem Rasen tue der Dünger dagegen gut, womit Lund vor dem Sommer einen richtig schönen Stadtpark bekomme.

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Für jüngere Schweden ist die Walpurgisnacht ein großer Festtag. Normalerweise gibt es in dem Stadtpark von Lund am 30. April tagsüber erst ein Picknick und abends eine große, von der Stadt organisierte Feier. In früheren Jahren kamen dabei 25.000 bis 30.000 Besucher zusammen – das ist in diesem Jahr undenkbar, zumal in Schweden wegen der Corona-Krise ein Verbot öffentlicher Versammlungen mit mehr als 50 Teilnehmern gilt. Diesmal wird der Park deshalb geschlossen und das Fest eingestellt, wie die Kommune vorab mitteilte. Die Polizei will außerdem Drohnen zur Überwachung einsetzen.

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